Urteil

Lange Haftstrafen für zwei 20-Jährige nach Mord in Flensburg

Die Männer hatten einen Gleichaltrigen erstochen. Grund waren Streitigkeiten, die für das Gericht in keinem Verhältnis zur Tat stehen.

Flensburg. Zwei 20-Jährige, die in Flensburg einen Gleichaltrigen an der Haustür erstochen haben, sind am Freitag wegen gemeinschaftlichen Mordes zu langjährigen Jugendstrafen verurteilt worden. Ein Angeklagter, der nach Überzeugung des Landgerichts Flensburg dem jungen Mann die tödlichen Stiche versetzt hatte, muss für neun Jahre ins Gefängnis. Der andere wurde zu einer Strafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Die Höchststrafe im Jugendstrafrecht für Heranwachsende beträgt 15 Jahre.

Die Täter hatten ihr Opfer in der Nacht zu Ostersonntag 2017 aus dem Bett geklingelt und dann an der Tür erstochen. Die Auseinandersetzungen, die die drei Männer mit doppelten Staatsbürgerschaften in den Wochen und auch in der Tatnacht hatten, stünden in keinem Verhältnis zur Tat, sagte die Vorsitzende Richterin.