Heide

Großbrand beeinträchtigte Bahnverkehr nach Sylt

Bei dem Feuer in einer Tischlerei in Heide entstand eine riesige Rauchwolke

Bei dem Feuer in einer Tischlerei in Heide entstand eine riesige Rauchwolke

Foto: Feuerwehr Dithmarschen

Mehr als 150 Einsatzkräfte bekämpften einen Großbrand in einer Tischlerei und Lackiererei. Bahnstrecke wieder frei.

Heide/Hamburg. Wegen eines Feuers mit starker Rauchentwicklung in Heide (Kreis Dithmarschen) ist am Dienstag der regionale Zugverkehr zwischen Hamburg und Sylt unterbrochen gewesen. Das Feuer zerstörte eine Tischlerei mit Lacklager. Das Gebäude der Tischlerei, hinter der Bahngleise entlang führen, brannte völlig aus. Die Bahn richtete während der Streckensperrungen einen Ersatzverkehr mit Taxen und Bussen ein. Mittlerweile rollen die Züge wieder.

Betroffen war der Abschnitt der Marschbahn zwischen St. Michaelisdonn und Heide, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Intercity-Züge seien über Kiel und Jübek (Kreis Schleswig-Flensburg) umgeleitet worden. Auch die Strecke Büsum-Neumünster war zwischen Heide und Hohenwestedt betroffen, weil Wasserschläuche für die Versorgung mit Löschwasser über die Gleise führten. Die Sperrungen konnten nach Angaben der Deutschen Bahn nach fünf Stunden am Mittag aufgehoben werden.

Rauch behindert die 150 Einsatzkräfte

Um 6.40 Uhr erreichte die Feuerwehr der Notruf aus dem Gewerbegebiet. „Sechs Wehren mit 150 Feuerwehrleuten brachten den Brand nach drei Stunden unter Kontrolle“, sagte Ole Kröger, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Dithmarschen. Das Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Wertstoffhof sowie einen Gartenbaubetrieb konnte die Feuerwehr verhindern. Die Löscharbeiten wurden aber erschwert, da die starke Rauchentwicklung den einzigen Zugang zu dem brennenden Betrieb stark behinderte, sagte Kröger. Fürs Löschen und Wässern der Nachbargebäude musste zusätzlich zum örtlichen Hydrantennetz eine mehrere Kilometer lange Wasserversorgung aus offenen Löschwasserstellen aufgebaut werden.

Zum Zeitpunkt des Feuers befand sich niemand in dem Gebäude. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster wegen der starken Rauchentwicklung zu schließen. Außerdem sei das Löschwasser durch die in dem Betrieb gelagerten Lacke und Farben kontaminiert und müsse gesondert entsorgt werden, sagte Kröger. Der Einsatz zog sich bis in die Mittagsstunden hin, da Glutnester bekämpft werden müssten.

Mittlerweile hat die Kripo die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten vorläufigen Erkenntnissen sei das Feuer in dem abgeschlossenen Farblager der Tischlerei ausgebrochen, sagte eine Polizeisprecherin.