Deutsche Bahn

Bahnstrecke Hamburg-Kiel nach Sperrung wieder frei

Regionalexpress war gegen umgestürzten Baum geprallt. 50 Passagiere gerettet. Es kam zu Ausfällen. Jetzt läuft wieder alles.

Hamburg/Neumünster. Ein Regionalzug ist in der Nacht zum Dienstag im Kreis Steinburg gegen einen umgefallenen Baum gefahren. Bei dem Aufprall sei die Frontscheibe gesprungen, teilte die Polizei Kiel am Dienstagmorgen mit. Etwa 50 Fahrgäste mussten von der Feuerwehr aus dem Zug in Sicherheit gebracht werden. Die Strecke seit gestern, 23.30 Uhr, nur eingleisig befahrbar. Seit 15 Uhr ist jetzt auch das zweite Gleis wieder frei, meldete die Bahn.

Der Baum beschädigte nicht nur die Oberleitung, sondern auch einen der Oberleitungsmasten zwischen Brokstedt und Arpsdorf, weswegen es auch am Vormittag noch zu Verspätungen und Zugausfällen kommen kann. Noch in der Nacht konnte eines der beiden Gleise wieder freigegeben werden, laut Auskunft der Deutschen Bahn ist aber noch nicht klar, wann die Strecke wieder vollständig befahrbar sein wird.

Passagiere konnten erst in Neumünster aussteigen

Verletzt wurde niemand. Warum der Baum umfiel und dabei auf die Gleise stürzte, war zunächst unklar. Der aus Hamburg kommende Zug war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und musste nach Neumünster geschleppt werden. Damit die Bergungsarbeiten beginnen konnten, musste zunächst die elektrische Oberleitung (15.000 Volt) geerdet werden. Die Feuerwehren Aprsdorf und Padenstedt waren im Einsatz um die Unfallstelle auszuleuchten und den Baum zu zerlegen. Eine Hilfslok schleppte den nicht mehr fahrbereiten Zug nach Neumünster, dort konnten die ca. 50 Reisenden den Zug verlassen.

Einem Sprecher der Deutschen Bahn zufolge konnte ein Gleis der doppelgleisigen Strecke gegen 3.10 Uhr wieder frei gegeben werden. Der Unfall hatte sich gegen 23.30 Uhr ereignet. Wie lange das andere Gleis gesperrt bleiben muss, war auch am Morgen noch unklar. Demnach werde versucht, möglichst viele Züge über das eine Gleis zu leiten, Verspätungen und Ausfälle seien deshalb wahrscheinlich.