Schleswig-Holstein

Versuchter Giftmord: Floristin muss ins Gefängnis

Die 50-Jährige hatte ihrem Ehemann hochgiftige Samen ins Essen gemischt, wollte ihm angeblich aber nur einen "Denkzettel" verpassen.

Lübeck. Wegen versuchten Giftmordes an ihrem Ehemann muss eine 50-jährige Frau drei Jahre ins Gefängnis. Die Floristin aus Dahme im Kreis Ostholstein hatte gestanden, ihrem Mann hochgiftige Samen des Zerberusbaumes ins Essen gemischt zu haben. Das Landgericht Lübeck glaubte der Beteuerung der Angeklagten jedoch nicht, dass sie ihrem Mann nur einen Denkzettel habe verpassen wollen, wie der Richter am Freitag bei der Urteilsbegründung sagte.

Als Floristenmeisterin habe sie wissen müssen, dass die Samen der auch Selbstmordbaum genannten Pflanze hochgiftig seien. Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von vier Jahren beantragt hatte. Die Verteidigung hatte die Tat als Körperverletzung gewertet und auf zwei Jahre mit Bewährung plädiert.