Schleswig-Holstein

Messerattacke in Flüchtlingsunterkunft – Plädoyers erwartet

Der Prozess gegen einen 26-jährigen Flüchtling, der einen 19-Jährigen lebensgefährlich verletzt haben soll, steht kurz vor dem Ende.

Kiel. Im Kieler Prozess gegen einen 26-jährigen Flüchtling um eine lebensgefährliche Messerattacke werden am Freitag die Plädoyers erwartet. Zuvor will das Landgericht weitere Zeugen vernehmen, wie die Gerichtspressstelle mitteilte. Der Afghane muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll Mitte Juni 2017 in der Landesunterkunft mehrfach mit einem Messer auf einen 19 Jahre alten Albaner eingestochen haben. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden.

Beide Männer schilderten vor Gericht unterschiedliche Tatversionen. Der Angeklagte sprach von einem sexuellen Annäherungsversuch des Opfers. Als strenggläubiger Muslim habe er im Zorn zum Küchenmesser gegriffen und zugestochen. Dagegen sagte das Opfer, es sei außerhalb der Unterkunft von dem Angeklagten überfallen und um 3500 Euro beraubt worden. Er habe den Mann ins Flüchtlingsheim verfolgt, dort sei es zu der Messerattacke gekommen.