Scharbeutz

Vermisste 41-Jährige ist tot – Staatsanwaltschaft schweigt

Die Leiche war auf dem Grundstück der Familie in Wulfsdorf gefunden worden. Die Ergebnisse der Obduktion bleiben unter Verschluss.

Scharbeutz. Nach dem Fund der Leiche einer 41 Jahre alten Frau aus der Gemeinde Scharbeutz hält sich die Staatsanwaltschaft bedeckt. Aus ermittlungstaktischen Gründen werde sie sich zunächst nicht zu den Ergebnissen der Obduktion äußern, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ulla Hingst, am Mittwoch.

Als dringend tatverdächtig gilt der 39 Jahre alte Ehemann der Getöteten, der seit dem 6. Januar in Untersuchungshaft sitzt. „Es gibt bislang keine neue Einlassung des Ehemannes, er bestreitet nach wie vor, seine Frau getötet zu haben“, sagte Hingst am Mittwoch. Auch zu einer möglichen Tatwaffe machte Hingst keine Angaben. „Wir gehen nach wie vor von einem Gewaltverbrechen aus“, sagte sie lediglich.

Ehemann hatte sich in Widersprüche verwickelt

Die Leiche der seit rund drei Wochen vermissten Frau war am Dienstag auf dem Grundstück der Familie in Wulfsdorf bei Scharbeutz (Kreis Ostholstein) gefunden worden.

Der in Plastikfolie eingewickelte und verschnürte Leichnam war im Garten des Einfamilienhauses vergraben worden. Die Polizei entdeckte ihn in einem Beet, als die Einsatzkräfte das Grundstück noch einmal mit Schaufeln und Sonden untersuchten. Bei einer ersten Suche mit bloßem Auge seien keine Spuren frischer Erdbewegungen zu erkennen gewesen, da es in den Tagen zuvor stark geregnet habe, sagte Hingst.

Der Ehemann hatte sich nach Angaben der Ermittler nach dem Verschwinden seiner Frau in Widersprüche verwickelt. Die Frau war am 29. Dezember von Kollegen vermisst gemeldet worden, nachdem sie nicht zur Arbeit erschienen war.