Gesundheit

Zahl der Rotavirus-Infektionen im Norden nimmt zu

Zum Schutz gegen Rotaviren gibt es eine Schluckimpfung  (Symbolbilkd)

Zum Schutz gegen Rotaviren gibt es eine Schluckimpfung (Symbolbilkd)

Foto: picture alliance / ZB

2017 gab es bereits 1019 Fälle, die meisten im Kreis Nordfriesland. Impfung gegen die hochansteckende Infektion wird empfohlen.

Kiel.  Die Zahl der Rotavirus-Infektionen in Schleswig-Holstein steigt an. Das Robert Koch-Institut registrierte bis Mitte Oktober bereits 1.019 Fälle, teilte die Barmer Krankenkasse am Dienstag mit. Im gesamten Jahr 2016 wurden nur 717 Fälle bekannt. Die meisten Menschen infizierten sich im Kreis Nordfriesland mit der Durchfallerkrankung. 109 Fälle kommen hier auf 100.000 Einwohner, im Kreis Rendsburg-Eckernförde sind es nicht einmal sechs.

Rotaviren verursachen Durchfall, Erbrechen und Fieber. „Das kann besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden, weil sie sehr schnell viel Flüssigkeit verlieren“, warnt Thomas Wortmann, Landesgeschäftsführer der Barmer. Rotaviren sind hochansteckend und extrem widerstandsfähig. Schon wenige Viruspartikel genügen, um eine Infektion auszulösen. Eine entsprechende Handhygiene ist deshalb sehr wichtig.

Bei größeren Kindern und Erwachsenen nimmt die Erkrankung in der Regel keinen schweren Verlauf, weil das Immunsystem schon mehrfach mit den Erregern konfrontiert wurde. Anders ist es bei Säuglingen und Kleinkindern: Gut die Hälfte der an Rotaviren Erkrankten muss im Krankenhaus behandelt werden. Die Krankenkasse rät daher schon bei Säuglingen zur Schluckimpfung gegen das Rotavirus.