Tiere in Not

Wildtierstation rettet fast 1400 Tiere – in diesem Jahr

Die gemeinsame Station von Hamburg und Schleswig-Holstein päppelt verletzte oder kranke Wildtiere wieder auf.

Sparrieshoop. Die Wildtierstation Hamburg/Schleswig-Holstein in Klein Offenseth-Sparrieshoop (Kreis Pinneberg) hat in diesem Jahr mehr als 1370 Tieren das Leben gerettet. Sie wurden aufgenommen, versorgt und wieder ausgewildert, wie die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ am Donnerstag mitteilte. Dabei seien in der Hauptsaison zwischen April und September in der Station hauptsächlich in Not geratene Jungtiere versorgt worden: Junge Feldhasen, die von Hunden verschleppt wurden, Rehkitze, deren Mütter bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, junge Singvögel, deren Eltern von Katzen getötet oder selbst verschleppt wurden, oder Eichhörnchen, die durch Baumfällarbeiten ihr Nest verloren haben.

„Es herrschen leider immer noch zu viele Vorurteile und Unwissen im Umgang mit heimischen Wildtieren“, sagte Stationsleiter Christian Erdmann. „Auch auf dem Land gibt es leider zahlreiche Kinder und Jugendliche, die noch nie einen Igel gesehen haben oder gar wüssten, wo Eichhörnchen leben.“ In der Wildtierstation werden jedes Jahr mehr als 1800 in Not geratene, heimische Wildtiere abgegeben. Aktuell sind dort unter anderem junge Singvögel, Steinmarder, Füchse, Feldhasen, Eichhörnchen, Graureiher, Waldohreulen sowie verschiedene Greifvogelarten zur Aufzucht beziehungsweise Pflege untergebracht.