Schleswig-Holstein

28 verletzte Menschen bei 7265 Wildunfällen im Norden

Derzeit ist bei den Rehen Paarungszeit. Das bedeutet, dass sich Autofahrer zu Tag- und Nachtzeiten auf Wildwechsel einstellen müssen

Derzeit ist bei den Rehen Paarungszeit. Das bedeutet, dass sich Autofahrer zu Tag- und Nachtzeiten auf Wildwechsel einstellen müssen

Foto: dpa

Zahlen bis Mitte August. Die meisten Tiere verunglückten im Kreis Schleswig-Flensburg. Die unfallträchtigsten Monate kommen noch.

Kiel.  Auf Schleswig-Holsteins Straßen hat es im laufenden Jahr bereits 7265 Wildunfälle gegeben. „Schlussfolgerungen auf eine höhere oder niedrigere Unfallbelastung lassen sich daraus noch nicht ableiten, da die besonders wildunfallträchtige Zeit im Oktober und November noch vor uns liegt“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Unfällen wurden bis Mitte August insgesamt 28 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.

2016 gab es in Schleswig-Holstein insgesamt 15.135 Wildunfälle

Die meisten Wildunfälle gab es bis Mitte August mit 1071 Fällen im Kreis Schleswig-Flensburg. Dahinter folgen die Kreise Rendsburg-Eckernförde (871 Unfälle), Segeberg (805), Nordfriesland (627) und das Herzogtum Lauenburg (602). Unter den Kreisen verzeichnete Steinburg (379) die wenigsten Unfälle. Weniger gab es nur in den kreisfreien Städten Flensburg (39), Neumünster (56), Kiel (210) und Lübeck (262).

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte die Polizei im Norden insgesamt 15.135 Wildunfälle erfasst. Die Beamten registrieren alle Verkehrsunfälle mit Wildtieren, egal ob es sich dabei um Feder- oder Haarwild handelt. 2015 hatte es zwischen Nord- und Ostsee 15.024 Wildunfälle gegeben.