Protest

80 Atomkraftgegner demonstrieren vor AKW Brokdorf

Das Atomkraftwerk Brokdorf wurde im Februar dieses Jahres vom Netz genommen

Foto: picture alliance/ Carsten Rehder

Das Atomkraftwerk Brokdorf wurde im Februar dieses Jahres vom Netz genommen

Der Protest richtete sich gegen das geplante Wiederanschalten der Anlage. Sie wurde im Februar dieses Jahres vom Netz genommen.

Brokdorf. Vor dem Atomkraftwerk Brokdorf (Kreis Steinburg) haben am Sonnabend rund 80 Atomkraftgegner gegen das geplante Wiederanfahren des Meilers demonstriert. Im Februar war im Zuge der Jahresrevision Rost an Brennstäben festgestellt worden, der nicht nur dicker war, sondern auch schneller und an anderen Stellen auftrat als erwartet. Seitdem ist der Reaktor nicht mehr am Netz.

Die Organisatoren der Demonstration forderten einen Verzicht auf die rostanfälligen M5-Brennstäbe. Außerdem solle die Leistung des AKW an der Unterelbe um 20 Prozent und nicht wie geplant nur um 5 Prozent abgesenkt werden, verlangten die Initiatoren des Protests, die Initiativen Brokdorf-akut und Anti-Atomkraft Gruppe Dithmarschen. Die Anlage hat eine Restlaufzeit bis 2021.

Wiederanfahren des AKW unter Auflagen erlaubt

Die Atomaufsicht des Landes Schleswig-Holstein hatte dem Betreiber PreussenElektra das Wiederanfahren des AKW Brokdorf unter Auflagen erlaubt. Zuvor hatten Experten herausgefunden, dass zu der auffälligen Oxidation der Brennstäbe außer dem Hüllrohrmaterial auch die im Jahr 2006 erhöhte Leistung und ein immer häufigeres schnelles Hoch- und Herunterfahren des Reaktors geführt hatten.

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