Schleswig-Holstein

Selbstpflücker dürfen jetzt ran an die Erdbeeren

Selbstpflücker Mingus war am Sonnabend auf Bio-Gut Wulksfelde in Tangstedt schon ganz nah dran an den Erdbeeren

Selbstpflücker Mingus war am Sonnabend auf Bio-Gut Wulksfelde in Tangstedt schon ganz nah dran an den Erdbeeren

Foto: dpa

Im Hamburger Umland öffnen die Felder. Für die Erdbeer-Liebhaber gibt es mehrere gute Nachrichten. Norden muss Süden aushelfen.

Rendsburg. Die Erdbeersaison startet jetzt auch für Selbstpflücker in Schleswig-Holstein in die heiße Phase. Vor allem im Hamburger Umland würden die ersten Felder geöffnet, wie Daniela Rixen von der Landwirtschaftskammer in Rendsburg sagte. In den nördlicheren Landesteilen gehe es jedoch meist erst in der kommenden Woche los.

Feinschmecker werden die süßen Früchte noch ziemlich lange genießen können, sagte Rixen: „Wir rechnen dieses Jahr mit einer langen Erdbeerernte bis in den August hinein.“

Perfekte Wetterbedingungen

In Schleswig-Holstein werden Erdbeeren laut Statistikamt auf insgesamt 1105 Hektar angebaut. Damit gilt die Erdbeere als Obstart mit der größten Anbaufläche im Land. Die rund 84 schleswig-holsteinischen Erdbeerbauern ernten durchschnittlich 14.000 Tonnen der süßen Früchte, sagte Rixen. Der größte Teil wird über Hofläden und Verkaufsstände selbst vermarktet.

Die Wetterbedingungen in Schleswig-Holstein waren nach Angaben der Landwirtschaftskammer gut für eine langsame, kontinuierliche Ernte. Dabei versprechen die Experten Top-Qualitäten: Die in den vergangenen Wochen vorherrschenden kühlen Temperaturen waren gut für die Entwicklung, hieß es.

Schleswig-Holstein muss aushelfen

Das Angebot heimischer Ware sei nach wie vor knapper als im Vorjahr. „Das spiegelt sich auch in den Preisen wider“, sagte Rixen. Mit ungefähr vier Euro für eine Halb-Kilo-Schale würden sie zurzeit noch etwas über dem Vorjahresniveau liegen. Selbst gepflückte Erdbeeren seien deutlich preiswerter.

Eine überregionale Bedeutung bekommt der schleswig-holsteinische Erdbeer-Anbau in diesem Jahr für ganz Deutschland, da vor allem im süddeutschen Raum viel Ware erfroren ist.