Nordsee

Sand für Sylt: Aufspülung kostet 26 Millionen Euro

Weil Sturm und Brandung ständig an der Insel nagen, verliert die Nordseeinsel Sylt rund eine Million Kubikmeter Sand im Jahr. Durch regelmäßige Sandvorspülungen gleicht der Kuestenschutz diesen Landverlust wieder aus

Weil Sturm und Brandung ständig an der Insel nagen, verliert die Nordseeinsel Sylt rund eine Million Kubikmeter Sand im Jahr. Durch regelmäßige Sandvorspülungen gleicht der Kuestenschutz diesen Landverlust wieder aus

Foto: picture alliance

Winterstürme lassen Deutschlands prominenteste Urlaubsinsel schrumpfen. Jährlich Millionen Kubikmeter Sand sind der effektivste Schutz.

Hörnum/Sylt. Was sich die Winterstürme von Sylts Westküste genommen haben, muss nun wieder dran: Bei einer Fahrt entlang der Strände begutachten die Küstenschützer des Landes am Montag die Schäden - und legen fest, wo 2017 welche Menge Sand wieder aufgespült wird.

Sandvorspülungen kosten mehrerer Millionen Euro

Rund 26 Millionen Euro will das Land in den kommenden vier Jahren für Sandvorspülungen an den Küsten Sylts und damit den Küstenschutz ausgeben. Jährlich sollen bis zu 1,2 Millionen Kubikmeter Sand angespült werden. Ein entsprechender Auftrag sei erteilt worden, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Montag auf Sylt. „Sylt spielt eine herausragende Rolle für den Küstenschutz in Schleswig-Hostein.“

Die Aufspülungen gelten angesichts der starken Wellen für den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) als effektivster Schutz für die Westküste Deutschlands wohl prominentester Urlaubsinsel. Die Bereisung der Strände mit Geländewagen gilt als Auftakt dieser jährlichen, mehrere Millionen Euro teuren Sisyphusarbeit.

An der Expedition nimmt Minister Robert Habeck teil

Die Insel Sylt sichere gemeinsam mit den Halligen und den Deichen auch das Festland vor Schäden durch Sturmfluten. Insgesamt wurden auf Sylt seit 1972 bis Ende 2016 rund 47,5 Millionen Kubikmeter Sand vorgespült, um den jährlichen Verlust von rund einer Million Kubikmeter auszugleichen.

An der Expedition von Hörnum im Süden bis nach List ganz im Norden nimmt neben Naturschutzminister Robert Habeck (Grüne) auch LKN-Chef Johannes Oelerich teil.