Kiel

Frau vor Schule getötet – Ehemann festgenommen

Polizisten untersuchen am 15.03.2017 im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf nach einer Messerattacke auf eine Frau den Tatort. Die Frau starb an ihren schweren Verletzungen. Ihr 40 Jahre alter Ehemann wurde von den Ermittlern festgenommen.

Polizisten untersuchen am 15.03.2017 im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf nach einer Messerattacke auf eine Frau den Tatort. Die Frau starb an ihren schweren Verletzungen. Ihr 40 Jahre alter Ehemann wurde von den Ermittlern festgenommen.

Foto: Matthias Hoenig / dpa

Die 34-Jährige wurde am Mittwoch in direkter Umgebung einer Schule getötet, ihr 40 Jahre alter Mann wartete am Tatort auf die Beamten.

Kiel. Auf offener Straße ist eine 34-Jahre alte Frau am Mittwoch in Kiel getötet worden. Die Polizei nahm als Tatverdächtigen ihren 40 Jahre alten Ehemann fest, der am Tatort im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf auf die Beamten wartete. Die Gewalttat ereignete sich in direkter Nähe der Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule und der städtischen Kindertagesstätte am Wasserturm. Die Frau starb nach Polizeiangaben noch am Tatort. Nach dpa-Informationen war ein Messer die Tatwaffe.

„Die Beamten der Kieler Mordkommission gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einem Beziehungsstreit zwischen getrennt lebenden Eheleuten aus, der die tödliche Attacke (...) ausgelöst hat“, teilte die Polizei am Mittwochnachmittag mit. Der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler sagte, am Donnerstag sei mit der Entscheidung zu rechnen, ob Untersuchungshaft angeordnet werde.

Das getrennte Paar soll drei Kinder haben

Nach Angaben des Radiosenders R.SH soll das getrennte Paar drei Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren haben. Trauernde am Tatort sagten der Deutschen Presse-Agentur, es habe Streit um den Verbleib der Kinder gegeben.

Der Mann soll der Frau am Morgen mit einem Messer schwere Schnittverletzungen zugefügt haben. Die Polizei bestätigte lediglich, dass die Frau am Tatort, nur wenige Meter von der Gemeinschaftsschule und der gegenüberliegenden Kita entfernt, verblutete.

Nach Polizeiangaben gibt es Zeugen des Geschehens. In der Gemeinschaftsschule lief der Unterricht am Mittwoch weiter. Die Schule selbst teilte auf ihrer Homepage mit, dass weder Schüler noch Mitarbeiter von der Gewalttat betroffen seien.