Verkehr

Milliarden-Traum: Nordschleswig will Brücke von Als nach Fyn

Der Fähr-Anleger im dänischen Fynshav bei Sonderborg. Eine dänische Initiative wirbt jetzt für eine schwimmende Querung, um Kosten zu senken

Der Fähr-Anleger im dänischen Fynshav bei Sonderborg. Eine dänische Initiative wirbt jetzt für eine schwimmende Querung, um Kosten zu senken

Foto: Carsten Rehder / dpa

Pendler wollen Verbindung zum Arbeitsplatz verbessern. Auch Flensburg soll profitieren. SSW befürwortet eine Querung.

Sønderborg.  In Süddänemark werden die Rufe nach einer Querung der Ostsee zwischen Als und Fyn lauter. Mehr als 300 Pendler und Befürworter des Projekts kamen vergangene Woche zu einer Veranstaltung des Vereins Als-Fyn-Brücke, darunter auch Unternehmer wie Jørgen Mads Clausen, Vorstandsvorsitzender von Danfoss.

„Wir haben viele Menschen auf der einen Seite und Arbeitsplätze auf der anderen“, sagte Clausen. Von einer weiteren Brücke über den Kleinen Belt zwischen Als und Fyn „würde auch Flensburg und die ganze Region profitieren“, ergänzte Glenn Dierking, Ratsmitglied für den SSW in Flensburg.

Schätzungen zufolge soll die Querung aber 10 bis 20 Milliarden Kronen (1,4 bis 2,7 Milliarden Euro) teuer sein. Um die hohen Kosten zu senken, hat der Verein die Idee einer schwimmenden Brücke ins Spiel gebracht. Die Verkehrsministerien in Dänemark und Schleswig-Holstein haben bisher zurückhaltend auf die Brücken-Pläne reagiert. Der Bau des Großprojekts Fehmernbelt-Tunnel hat noch nicht einmal begonnen.