Schleswig-Holstein

Weniger Wohnungseinbrüche im Norden im Vergleich zum Vorjahr

Die schlechte Nachricht: Verstärkt konzentrieren sich die Täter auf die dunkle Jahreszeit. Vor allem der Hamburger Rand ist betroffen.

Kiel.  Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein ist nach Polizeiangaben im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wie das Landeskriminalamt und das Landespolizeiamt am Freitag berichteten, wurden von Januar bis November 6051 Fälle gezählt, Einbruchsversuche eingeschlossen. Im gleichen Vorjahreszeitraum seien es 7514 gewesen.

788 Einbrüche im November waren 442 weniger als im gleichen Vorjahresmonat und 170 Taten mehr als im Oktober dieses Jahres.

Polizei verstärkt Kontrollen

„Die Tatbelastung in der dunklen Jahreszeit ist spürbar angestiegen“, kommentierte Kriminaldirektor Rainer Bretsch, der im LKA für die landesweite Bekämpfung dieser Kriminalitätsform zuständig ist. Besonders betroffen sei der Hamburger Rand.

In den Kreisen Stormarn, Pinneberg und Segeberg habe sich die Zahl der Einbrüche im November gegenüber Oktober um fast 75 Prozent erhöht. In Teilen der Kreise Stormarn und Segeberg sei deshalb verfügt worden, dass die Polizei dort Personen kurz anhalten und Fahrzeuge einschließlich der Kofferräume und Ladeflächen in Augenschein nehmen darf.

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die festgestellte Tendenz nach wie vor erfreulich“, sagte Bretsch. „Wir müssen aber auch feststellen, dass sich die Täter die besonderen Tatgelegenheiten in der dunklen Jahreszeit verstärkt zunutze machen.“ Die Bürger sollten wachsam sein und sofort die 110 wählen, wenn sie verdächtige Beobachtungen machen.