Schleswig-Holstein

Umstrittenes Jugendheim Rimmelsberg wird geschlossen

Im Therapiezentrum Rimmelshof sollen einige Betreuer die ihnen anvertrauten Kinder erniedrigt haben

Im Therapiezentrum Rimmelshof sollen einige Betreuer die ihnen anvertrauten Kinder erniedrigt haben

Foto: Andreas Arnold / dpa

In dem Therapiezentrum, in dem auch Kinder aus Hamburg unterbracht waren, gab es schwere Vorwürfe gegen Betreuer.

Hamburg.  Das umstrittene Therapiezentrum Rimmelsberg in Groß Jörl (Kreis Schleswig-Flensburg) hat den Betrieb eingestellt. Der Hamburger Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz sagt: „Ich habe keinen Interessenten für die Jugendhilfeeinrichtung gefunden.“

Bis zuletzt waren in den acht Rimmelsberg-Häusern Kinder aus Hamburg untergebracht. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion in der Bürgerschaft hervor. Sabine Boedddinghaus, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, kritisierte das Verhalten der Hamburger Jugendämter. „Nach den detaillierten Vorwürfen gegen die Einrichtung ist das einfach unglaublich“, sagte sie. Die Jugendhilfeeinrichtung mit rund 60 Beschäftigten war im Mai in die Kritik geraten. Es ging um menschenunwürdiges Verhalten einiger Betreuer. Der Fall erinnerte an die Jugendhilfeeinrichtung Friesenhof. Die Vorgänge in diesem Heim werden gerade von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgearbeitet.

Hamburger Sozialbehörde weist Vorwürfe zurück

Marcel Schweitzer, Sprecher der Sozialbehörde, wies die Vorwürfe zurück. Das Therapiezentrum habe nach der Kritik sein Konzept verbessert. Deshalb habe nichts gegen eine Belegung mit Jugendlichen gesprochen.