Schleswig-Holstein

Günter-Grass-Haus hat Nachlass des Autors digitalisiert

Der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass. Nun wurde der Nachlass der Literaturnobelpreisträgers digitalisiert

Der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass. Nun wurde der Nachlass der Literaturnobelpreisträgers digitalisiert

Foto: A3330 Wolfgang Langenstrassen / dpa

1300 Zeichnungen, Radierungen, Lithographien und Aquarelle aus sechs Jahrzehnten sowie 30.000 Manuskriptseiten nun zugänglich.

Lübeck.  Das Lübecker Günter-Grass-Haus hat den von ihm verwahrten Nachlass des 2015 gestorbenen Literaturnobelpreisträger digitalisiert. Damit sei der gesamte Sammlungsbestand jetzt für Forschungsarbeiten zugänglich, sagte der Leitende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen.

Neben den rund 1300 Zeichnungen, Radierungen, Lithographien und Aquarellen aus sechs Jahrzehnten wurden auch 30.000 Manuskriptseiten zu Werken wie „Mein Jahrhundert“ und „Im Krebsgang“ eingescannt. Das Projekt sei ein Meilenstein für das Günter-Grass-Haus, sagte dessen Leiter Jörg-Philipp Thomsa am Freitag.

Ein 25.000 Euro-Projekt

Anhand dieser Dokumente kann die Entstehung von der ersten handschriftlichen Fassung bis zur letzten Korrekturfahne nachvollzogen werden. Das stärke das Günter-Grass-Haus als Standort der internationalen Forschung, weil Wissenschaftler und Ausstellungskuratoren das Archiv künftig ortsunabhängig nutzen könnten, sagte der Leitende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen. 25.000 Euro hat das Projekt gekostet, das aus dem Etat von Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, finanziert wurde. Von Anfang August an können die Archivbestände online eingesehen werden.