Nordseestadt

Husum feiert den Frühling in einem Meer aus Krokusblüten

Krokusblüte

Krokusblüte

Foto: PR / Husum Tourismus

Die Stadt feiert am Wochenende ihr Krokusblütenfest und zeigt sich in ihrer lila Blumenpracht. Die Tradition beruht auf einem Fehler.

Husum.  In Husum ist der Frühling lila: Vier Millionen Krokusse zeigen derzeit ihre Blütenpracht und verwandeln die Grünflächen rund um das Schloss in ein einzigartiges Blütenmeer. Zum Krokusblütenfest am Wochenende erwarten die Veranstalter den Höhepunkt der Blüte.

Das „Blütenwunder“ lockt seit Jahrhunderten Blumenliebhaber an die raue Nordseeküste. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prophezeit jedoch wenig frühlinghaftes für die kommenden Tage. Die Meteorologen sagen für Sonnabend und Sonntag trübes Wetter bei teils böigen Winden mit Höchsttemperaturen von maximal neun Grad voraus.

Zwei Legenden bieten Erklärungsversuche

Die Herkunft der nordfriesischen Blütenpracht ist unbekannt. Zwei Legenden bieten Erklärungsversuche: Entweder siedelten Husumer Mönche im 15. Jahrhundert die lila blühenden Pflanzen in ihrem Klostergarten an, um mit Safran aus den getrockneten Narben der Krokusse ihre liturgischen Gewänder zu färben. Oder Herzogin Marie Elisabeth pflanzte sie Mitte des 17. Jahrhunderts an, um den Safran als Gewürz für ihre Zuckerbäckereien zu nutzen.

Wer es auch war: Er pflanzte die falschen Pflanzen. Der lilafarbene Krokus in Husum sieht nämlich nur so aus wie der Safran-Krokus. Er hat jedoch keine Blütennarben, aus denen man Safranfäden gewinnen kann.