Schleswig-Holstein

Zehntausende Wildgänse zu Besuch im Norden

Wildgänse in der Nähe von St. Peter-Ording

Wildgänse in der Nähe von St. Peter-Ording

Foto: Carsten Rehder / dpa

An der Westküste Schleswig-Holstein können Vogelfreunde derzeit vor allem Nonnen-, Grau- und Ringelgänse in großer Zahl beobachten.

Sankt Peter-Ording.  Naturfreunden bietet sich in Schleswig-Holstein derzeit ein besonderes Schauspiel. Zehntausende Wildgänse fliegen zum Teil in großen Schwärmen an der Nordseeküste. Viele machen hier nur einen längeren Zwischenstopp: Sie rasten auf ihrer Reise in die nördlichen Brutgebiete, um noch einmal die Energiereserven aufzufüllen, wie Hendrik Brunckhorst von der Nationalparkverwaltung sagte. Oft treten die Vögel in großen Schwärmen auf. Bei einem Spaziergang können die Tiere auf beiden Seiten der Deiche und in den Salzwiesen beobachtet werden.

Graugans gilt als Stammmutter der Hausgänse

Nonnengänse sind derzeit die häufigste Art. „Bunte, auffällige Vögel mit einer schönen Stimme“, sagte Brunckhorst. Diese Meeresgänse gibt es derzeit von der Wedeler Marsch bis hinauf zum Rickelsbüller Koog - also die gesamte Unterelbe und Nordseeküste entlang. Sie kommen in großer Zahl vor, wie Brunckhorst sagte.

Die Nonnengänse werden sich ebenso wie Ringelgänse und Bleßgänse noch einige Wochen in der Region aufhalten, bevor sie in ihre arktischen Brutgebiete weiterziehen. „Die Graugänse sind die einzigen, die regelmäßig in größerer Zahl an der Westküste brüten“, sagte der Biologe. „Sie beginnen voraussichtlich in wenigen Tagen mit dem Brutgeschäft.“ Ihre Nester bauen sie an Seen, Weihern und Teichen auf kleinen Inseln oder im Röhricht. Die Graugans gilt als Stammmutter unserer Hausgänse.