Schleswig-Holstein

Sechs Pferde in Nordfriesland an Herpes-Infekt gestorben

Ein Pferd und sein Fohlen stehen auf einem Reiterhof (Symbolbild)

Ein Pferd und sein Fohlen stehen auf einem Reiterhof (Symbolbild)

Foto: imago

Weitere der Tiere im betroffenen Stall haben Fieber. Das Virus ist sehr aggressiv. Veterinär empfiehlt Impfungen.

Mildstedt/Kiel.  Sechs Pferde sind in einem Stall in Mildstedt (Kreis Nordfriesland) am Herpes-Virus gestorben.

Weitere der rund 30 Pferde im Reit- und Fahrverein Mildstedt und Umgebung hätten Fieber, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Ole Sönksen am Donnerstag. „Wir sind leider noch nicht über den Berg.“

Der Verein habe bereits beim ersten Verdacht Quarantäne- und weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, sodass eine weitere Verbreitung nicht anzunehmen sei. Die Reitanlage bleibe bis zum 31. März gesperrt, kein Pferd dürfe den Hof verlassen oder betreten. Ställe in der Region hätten ebenfalls ihre Anlagen gesperrt. Zuvor hatten die „Husumer Nachrichten“ darüber berichtet.

Der Leiter des Veterinäramtes des Kreises Nordfriesland, Dieter Schulze, sagte, Herpes-Erkrankungen bei Pferden seien nicht melde- oder anzeigepflichtig. Ihm seien bisher keine weiteren Herpes-Erkrankungen im Kreis Nordfriesland bekannt. „Da der Reit- und Fahrverein sofort umfassende Schutzmaßnahmen ergriffen hatte, gehe ich davon aus, dass es keine weiteren befallenen Ställe in der Region gibt.“ Dieses Herpes-Virus sei sehr aggressiv. Um welches Herpes-Virus es sich genau handele, werde derzeit untersucht. Schulze verwies darauf, dass regelmäßige Impfungen gegen Herpes einen gewissen Schutz für Pferde brächten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Pferdeherpes-Alarm in Schleswig-Holstein gegeben. Zwei Tiere im Landkreis Stormarn starben.