Tödliches Unglück

Ermittler wollen Kutter-Wrack vor Fehmarn bergen

Der Seenotkreuzer "Bremen" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war zusammen mit anderen Schiffen an der groß angelegte Suchaktion nach dem Fischkutter „Condor“ beteiligt

Der Seenotkreuzer "Bremen" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger war zusammen mit anderen Schiffen an der groß angelegte Suchaktion nach dem Fischkutter „Condor“ beteiligt

Foto: DGzRS / dpa

Die toten Fischer der „Condor“ wurden angespült und mittlerweile obduziert. Ihr Schiff in 22 Meter Tiefe gefunden.

Fehmarn.  Der vor Fehmarn gesunkene Fischkutter wird aus der Ostsee gehoben. „Wir wollen wissen, wie der Unfall passierte“, sagte Volker Schellhammer, Direktor der Bundesstelle für Seefalluntersuchung, am Dienstag in Hamburg. Bei Unfällen mit Toten müsse die Ursache geklärt werden. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord berichtet.

Der 52 Jahre alte Kapitän und der 45 Jahre alte Decksmann waren am 6. Februar abends tot aus der Ostsee östlich von Fehmarn geborgen worden. Ihr Schiff, die „Condor“, war Stunden zuvor gesunken. Die Ursache ist bislang unklar. Der Kutter hatte kein Notsignal gesendet. Es herrschte kein stürmisches Wetter.

Keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen

Die Staatsanwaltschaft schließt inzwischen ein Gewaltverbrechen aus. Die Obduktion der beiden Leichen habe keine Hinweise auf Drittverschulden gegeben, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Dienstag. Polizeitaucher hatten in den vergangenen Woche das in 22 Metern Tiefe rund drei Seemeilen östlich vor Fehmarn liegende Wrack auf mögliche Erkenntnisse zur Unglücksursache untersucht. Hinweise auf eine Schiffskollision hätten sich dabei nicht ergeben.

„Die Bergung soll so schnell wie möglich erfolgen“, sagte Schellhammer. Es sei damit in den nächsten Monaten zu rechnen.