Norderstedt

Trommelwirbel, Trompeten und viel Theater

Wenn die Blätter fallen, steigt die Lust auf Theater und Konzerte. Norderstedts Bühnen bieten im Oktober von beidem eine reichhaltige Auswahl

Norderstedt.  Etwas Lautes zum Schluss: „Wadokyo – The Power of Drums“ will am Sonnabend, 31. Oktober, die „TriBühne“ am Rathaus so richtig zum Beben bringen. Wenn die Trommeln von Wadokyo durch den großen Saal donnern und ein „Gesamtkunstwerk aus Power, Präzision und Leidenschaft“ entfachen wollen, lebt Taiko, die alte japanische Kunst des Trommelns in Norderstedt auf. Seit Jahrhunderten begleitet Taiko die Menschen in Fernost und hat nichts von seiner Kraft verloren. Davon will das Taiko-Ensemble auch das Publikum in der „TriBühne“ überzeugen.

Doch auch sie sind wieder da, die beliebten Schauspieler Nora von Collande und Herbert Herrmann, wie immer Garanten für einen unterhaltsamen Abend, gastieren am Dienstag, 20. Oktober, in der „TriBühne“. Das Schauspieler-Ehepaar diskutiert in der Komödie „Anderthalb Stunden zu spät“ als Laurence und Pierre ihren Ruhestand. Wie wollen sie ihn verbringen? Gemeinsam? Oder nach 20 Jahren Ehe lieber doch getrennt? Laurence jedenfalls will unbedingt eine Bestandsaufnahme machen. Die Theater-Aufführungen und Konzerte in der „TriBühne“ beginnen um 20 Uhr.

Im Norderstedter Kulturwerk wird unter dem Titel „Sixties. Sexy Girls. Sessions“ eine Fotoausstellung mit Motiven der vergangenen Saison gezeigt, darunter von Stücken, die sowohl Amateur- als auch Profi-Theater aufgeführt haben, und Konzerten wie dem JazzWerk mit Klaus Doldinger, Fotos aus der Reihe der Kleinkunstbühne im Kulturwerk, von der großen Schau „Bühne frei!“ der Norderstedter Kulturvereine und dem Europatag. Die Fotografien sind vor und während der Veranstaltungen im Kulturwerk zu sehen. Im Oktober wird der Spielplan im Kulturwerk von Lustigkeiten dominiert. Am Freitag, 16. Oktober, kommt Comedian Wolfgang Trepper und fragt, ob Deutschland die Wiedervereinigung wirklich braucht. Der Mann ist fest davon überzeugt, dass „die Blöden die Weltherrschaft übernommen haben“.

Musikalisch wird es am Sonnabend, 24. Oktober, mit „Forever Soul“ von und mit Carolin Fortenbacher, Margot Martienzen und Band, mit Songs der Jackson Five, Earth, Wind & Fire, Aretha Franklin, Barbra Streisand und Celine Dion.

Am Sonntag, 25. Oktober, folgt eine Jazz-Legende. Abbi Hübner ist Gaststar beim Jazzfest mit den Jazzlips, deren Konzerte einmal im Jahr eine gut gepflegte Tradition in Norderstedt sind. Der 1933 in Hamburg geborene Abbi Hübner spielt seit 1951 Trompete. 1954 wurde er Mitglied von Rommy Bakers Dixieland Wanderers, bevor er die Low Down Wizards gründete. Er spielte mit Musikern wie George Lewis, Kid Ory, Albert Nicholas, Ikey Robinson, Lillian Boutté, Janice Harrington und Emmanuel Sayles.

Nach dem Jazz wird es rockig auf der Bühne Am Kulturwerk 1. Am Sonnabend, 31. Oktober, heißt es „Rock im Werk XII“ mit Iain Matthews & Egbert Derix und Krista Detor mit Band, eine Veranstaltung des Norderstedter Music Stars.

Der Festsaal am Falkenberg sollte nach dem Bau des Kulturwerks entlastet werden, zumal das Gymnasium Harksheide es als Schulaula beansprucht. Doch noch immer ist der Saal am Langenharmer Weg 90 die Domäne von Norderstedts niederdeutschen Amateurbühnen Tanks Theater und dem Norderstedter Amateur-Theater, NAT. Das hat gerade das Lustspiel „Amaretto“ abgespielt, jetzt folgt Tanks Theater mit „Wat weer blots los hüüt Nacht?“ Schon der Titel verheißt Turbulenzen. So muss sich Mönch Augustin vor dem Liebeshunger der Stripperin Ines retten. Priester und Stripperin, das geht höchstens im Geheimen. Zu sehen ist das kontroverse Paar mit dem Team von Tanks Theater noch am Donnerstag und Freitag, 15., und 16. Oktober, jeweils 20 Uhr, am Sonnabend, 17. Oktober, 16 und 20 Uhr, und Sonntag, 18. Oktober, 16 Uhr, im Festsaal am Falkenberg.

Aber auch das Amateurtheater Pur spielt wieder im Festsaal am Falkenberg und bringt am Freitag und Sonnabend, 30. und 31. Oktober, das Stück „Im Schatten der Dunkelheit“ von Pur-Mitglied Bernd Meißner auf die Bretter, eine Horror-Geschichte mit Sozial-Story. „Wie viel Mensch verträgt die Erde?“ fragt am Dienstag, 27. Oktober, Volkmar Helbig von der Christian-Al­brechts-Universität Kiel von 19.30 Uhr an in seinem Vortrag der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft im Festsaal.

Mehr über Preise und Karten unter www.tribuehne.de, www.norderstedt.de im Internet und unter Telefon 040/30 98 71 23.