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Sonntag wird auch in Norderstedt Sukkot gefeiert

Stellt euch vor, jemand baut eine Hütte, lässt aber ein Loch im Dach. Geht nicht? Weil es reinregnet? Hauptsache, es ist ein Stück Himmel zu sehen. Eine solche Hütte wird aus Ästen, Zweigen, Laub, Holz und Stoff gebaut.

Es ist eine Hütte für das jüdische Laubhüttenfest, für Sukkot, das daran erinnert, dass alles verloren gehen kann. Viele Familien bauen jetzt ihre Sukka, die Laubhütte, entweder im Garten, auf dem Balkon oder in einem Park. Immer aber muss der Himmel zu sehen sein, um den Menschen an seine Vergänglichkeit und an das Vertrauen an Gott zu erinnern. Am Sonntag, 27. September, ist wieder Erev Sukkot. Erev ist hebräisch und heißt Abend, denn jedes jüdische Fest beginnt am Abend vor dem eigentlichen Feiertag.

Das Laubhüttenfest dauert sieben Tage. In Israel und in einigen deutschen Gemeinden ist oft nur der erste Tag ein Feiertag. Doch die Familien setzen sich auch an den anderen Tagen in die Laubhütte, essen und verbringen einfach eine gute Zeit mitein­ander. Sukkot ist auch eine Art Erntedankfest, denn es wird Gott für die Ernte gedankt. Wenn ihr eine Sukkot-Feier erleben möchtet, dann geht am Sonntag, 27. September, in den Norderstedter Stadtpark. Dort steht im Feldpark der Bustan, ein Wein- und Obstgarten, und dort wird von 11 Uhr an das Laubhüttenfest gefeiert.