Schleswig-Holstein

Flüchtlingsforum kritisiert Hansestadt Lübeck

Die kleine Manai aus Syrien am Dienstag auf dem Hauptbahnhof in Lübeck

Die kleine Manai aus Syrien am Dienstag auf dem Hauptbahnhof in Lübeck

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Flüchtlinge werden nach Zwangsstopp im Lübecker Hauptbahnhof jezt im dänischen Rødby an der Weitereise nach Schweden gehindert.

Lübeck.  Das Lübecker Flüchtlingsforum sieht die Hansestadt Lübeck weiterhin in der Verantwortung für die Flüchtlinge, die von der dänischen Polizei in der Nacht zum Mittwoch im dänischen Hafen Rødby gestoppt worden sind.

Die Flüchtlinge hätten sich auf die Zusicherung des Lübecker Innensenators Bernd Möller (Grüne) verlassen, dass eine Lösung gefunden und ihr Transit mindestens bis Kopenhagen sicher sei, sagte Heike Behrens vom Lübecker Flüchtlingsforum am Mittwoch.

Möller äußerte sich in einer persönlichen Erklärung bestürzt über die dänische Flüchtlingspolitik. Er habe sich auf das Signal der Landespolizei verlassen, der Zug mit den Flüchtlingen werde auf dem Weg nach Kopenhagen nicht aufgehalten werden.

Rund 200 meist syrische Flüchtlinge hatten am Dienstag einen Bahnsteig im Lübecker Hauptbahnhof vorübergehend besetzt, um ihre Weiterreise nach Skandinavien durchzusetzen. Die Bundespolizei hatte sie zuvor wegen fehlender Papiere gestoppt. Am Abend waren sie im Hafen von Rødby von der dänischen Polizei an der Weiterreise gehindert worden.