Schleswig-Holstein

Unbekannte zerstören Rohrleitung im Hafen von Friedrichskoog

Der Landeshafen in Friedrichskoog in Dithmarschen (Schleswig-Holstein)wurde aus Kostengründen geschlossen

Der Landeshafen in Friedrichskoog in Dithmarschen (Schleswig-Holstein)wurde aus Kostengründen geschlossen

Foto: Wolfgang Runge / dpa

Die Aktion könnte ein Racheakt von Gegnern der Hafen-Schließung gewesen sein. Der Schaden geht in die Zehntausende.

Friedrichskoog. Nach der Schließung des traditionsreichen Fischereihafens in Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) haben Unbekannte zahlreiche Kunststoffrohre im Hafenbecken zerstört. Bauarbeiter entdeckten 54 Rohre, die jeweils rund 15 Mal angebohrt waren, teilte das Umweltministerium am Donnerstag mit.

Der 160 Jahre alte Hafen in Friedrichskoog war Anfang Juni trotz Protesten aus Kostengründen geschlossen worden. „Ich weiß, dass die Schließung des Hafens für viele schmerzlich ist“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) in Kiel. „Aber mit dieser zerstörerischen Aktion durch Unbekannte sind Grenzen überschritten.“

Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein stellte am Donnerstag Strafanzeige. Durch die Zerstörung ist laut Umweltministerium ein Schaden von etwa 80.000 Euro entstanden. Die Rohre sollten das Sediment des Hafenbeckens ausspülen und für eine Nachnutzung möglich machen.