Schleswig-Holstein

Strohpuppe vor Flüchtlingsunterkunft verbrannt

Die Ermittler in Brodersby gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Das Amt Schlei-Ostsee hat vor Ort einen Wachdienst eingesetzt.

Brodersby. Unbekannte Täter haben vor einer Flüchtlingsunterkunft im Brodersbyer Ortsteil Höxmark (Kreis Schleswig-Flensburg) eine lebensgroße Strohpuppe in Brand gesetzt.

Aufgrund der Tatumstände aus der Nacht zum 6. Mai gehen die Ermittler von einem fremdenfeindlichen Motiv aus, wie die Polizei erst am Freitag mitteilte. Am Tatort fanden die Beamten Reste eines Brandbeschleunigers. Zudem gibt es Hinweise, wonach anschließend ein Wagen von dem Brandort weggefahren ist.

Wegen des Vorfalls hat das Amt Schlei-Ostsee vor Ort einen Wachdienst eingesetzt. Außerdem fährt die Polizei seitdem verstärkt Streife. Dorfbewohner und Asylbewerber hatten die Strohpuppe zusammen gefertigt.

Die Polizei sucht Zeugen. Für die Ergreifung der Täter hat die Staatsanwaltschaft Kiel 500 Euro Belohnung ausgelobt.

(dpa)