Nordfriesland

Tödlicher Unfall bei St. Peter Ording: Ursache unklar

Bei dem Unfall am Montag starb ein fünfjähriger Junge. Er saß mit seiner Familie im Auto, als dieses von einem Zug erfasst wurde.

Garding. Nach dem tragischen Zugunglück, bei dem ein fünfjähriger Junge starb, suchen die Ermittler weiter nach der Unglücksursache. Auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Sandwehe nahe St. Peter Ording (Schleswig-Holstein) hatte ein Regionalzug am Montag ein Auto mit einer fünfköpfigen Urlauberfamilie aus dem Hamburger Umland gerammt.

Dabei wurde nach Angaben der Bundespolizeidirektion Flensburg ein fünfjähriger Junge getötet. Die erst ein Jahr alte Schwester, die Mutter (36) sowie die Großeltern wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der 66-jährige Großvater war am Dienstag noch nicht außer Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

In dem Zug mit 49 Reisenden und einem Lokführer erlitten drei Menschen einen Schock, ein Fahrgast leichte Verletzungen durch einen Sturz.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Lokführer das Auto noch durch Hupen aufmerksam machen wollen. Doch trotz Schnellbremsung erfasste der Zug den Audi mit Hamburger Kennzeichen und schleuderte es in einen Graben. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden. Der Übergang in Nordfriesland sei nicht durch Schranken, sondern lediglich mit Andreaskreuzen gesichert.

Die Bergungsarbeiten auf der eingleisigen Strecke dauerten am Montag bis kurz nach 20 Uhr. Der Wagen lag schwer beschädigt neben der Strecke auf dem Dach. Die Passagiere setzten ihre Reise nach einer ärztlichen Untersuchung in einem Bus fort.

Der Wagen war am Nachmittag gegen 17.46 Uhr auf dem Bahnübergang in Kirchspiel-Garding mit dem Regionalzug St. Peter-Ording-Tönning zusammengeprallt. (dpa/HA)