Unwetter

Heftige Regenfälle im Norden – Feuerwehr im Großeinsatz

abendblatt.de

Die Kreise Segeberg und Rendsburg-Eckernförde waren im Norden besonders stark betroffen. Viele Keller und Straßen wurden überschwemmt.

Kiel. Massive Regenfälle und schwere Gewitter sind am Freitag über einigen Teilen Schleswig-Holsteins niedergegangen. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr zahlreiche Straßen und Keller überschwemmt. „Einige Straßen in Kiel stehen so tief unter Wasser, dass die Fahrzeuge nicht mehr durchfahren können“, berichtete ein Sprecher der Kieler Feuerwehr am Abend. Allein in der Landeshauptstadt seien einige hundert Feuerwehrleute im Einsatz, etwa um Gebäude leerzupumpen. Betroffen seien unter anderem die Kieler Universität sowie ein Dialysezentrum.

In Quickborn (Kreis Pinneberg) wurde nach Angaben der Polizei ein Stromkasten von einem Blitz getroffen. Mehrere Häuser hätten dadurch keinen Strom gehabt. Ein Sprecher berichtete von mehreren Auffahrunfällen im Osten Schleswig-Holsteins, die vermutlich aufgrund schlechter Sicht und nasser, rutschiger Straßen verursacht wurden.

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Von dem heftigen Regen waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes die Kreise Segeberg und Rendsburg-Eckernförde im Norden besonders stark betroffen. Stellenweise seien innerhalb von 35 Minuten rund 20 Liter Wasser auf einen Quadratmeter Erde geprasselt, sagte eine Sprecherin.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Teile Schleswig-Holsteins eine Unwetterwarnung herausgegeben. Demnach waren gebietsweise Starkregen, heftige Gewitter, Sturmböen und auch Hagel zu erwarten. Im Laufe des Abends sollte sich die Lage beruhigen. „Das schwächt sich langsam wieder ab“, meinte die Sprecherin. (dpa)