Wedel. Die Stadt an der Elbe hat sich einen festen Zeitpunkt gesetzt, an dem alle Gebäude klimaneutral beheizt werden sollen.

Die Stadt Wedel verfolgt einen Plan und möchte die Wärmewende einleiten, damit Wedeler Gebäude künftig klimaneutral beheizt werden können. Aktuell werde nach Angaben der Stadt intensiv an einem Fahrplan gearbeitet, „wie die Wärmeversorgung für alle Gebäude der Rolandstadt bis zum Jahr 2040 klimaneutral organisiert werden kann“.

Der Startschuss unter dem Projekttitel „Kommunale Wärme- und Kälteplanung“ ist bereits erfolgt. Beteiligt sind auch die Stadtwerke Wedel – Ende 2023 oder spätestens Anfang 2024 soll die Planung dann beendet sein.

Wärmeplanung: Diese Schritte sind für Wedels Klimawende geplant

Wie schon beim Mobilitätskonzept der Stadt Wedel, das in Zusammenarbeit mit Planungsbüros erarbeitet wurde, wird das Konzept nun ebenfalls von einem Planungsbüro entworfen. Die Planer der Firma „greenventory“ sind unter anderem auf die Beratung von Kommunen zur datenbasierten Umsetzung der Energiewende spezialisiert.

Es folgen für Wedels Energiewende insgesamt vier Schritte: Zunächst werden der Bedarf an Wärme und die Versorgungsstruktur für alle Gebäude ermittelt – unter Einbehaltung des geltenden Datenschutzes. Anschließend wird in einem zweiten Schritt das Wärme-Potenzial aus erneuerbaren Energien und Abwärme sowie das Potenzial zur Reduktion des Wärmebedarfs im Gebäudebestand analysiert.

Wedel: Die gesamte Stadtfläche wird genau analysiert

Für diese Potenzialanalyse der Wärmequellen wird die gesamte Stadtfläche – also auch die unbebauten Flächen – inklusive des zugehörigen Teils der Elbe betrachtet.

Darauf basierend werden dann zukünftige Verbrauchs- und Versorgungsszenarien entwickelt, ehe dann die Wärmewenden-Strategie mit Planungen und schriftlichem Konzept sowie Empfehlungen für die Umsetzung endgültig beschlossen wird.

Planungen werden regelmäßig an aktuelle Begebenheiten angepasst

Eines möchte die Stadt Wedel betonen: „Der Wärmesektor-Transformationsprozess ist auf Grund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen (Gebäude-Sanierungsrate, Energiepreise, demografische Entwicklung etc.) sehr dynamisch“, heißt es in einer Mitteilung.

Deshalb sei es notwendig, „eine rollierende Planung zu verfolgen, bei der in regelmäßigen Abständen geprüft wird, wie sich der räumlich verteilte Wärmebedarf tatsächlich entwickelt hat und ob dort angedachte Versorgungsstrukturen (z.B. Wärmenetze) weiterhin wirtschaftlich betrieben werden könnten“.

Wärmeplanung in Wedel wird regelmäßig angepasst

Die Klimatisierung der Gebäude, also die Kühlung, bei hohen Temperaturen werde parallel ebenfalls berücksichtigt. Die Aufnahme einer kommunalen Wärme- und Kälteplanung für das Stadtgebiet von Wedel war von der Wedeler Ratsversammlung Ende Juni 2022 beschlossen worden.

Einen Eindruck, wie ein Kommunaler Wärme- und Kälteplan die energetische Transformation in Wedel vorantreibt, vermittelt das Video https://www.youtube.com/watch?v=Cz4xfMypCl0.