Polizei Pinneberg

Falsche Bankmitarbeiterin betrügt Wedeler um 45.000 Euro

Eine falsche Bankmitarbeiterin hat im Kreis Pinneberg fast 50.000 Euro ergaunert. (Symbolbild)

Eine falsche Bankmitarbeiterin hat im Kreis Pinneberg fast 50.000 Euro ergaunert. (Symbolbild)

Foto: Jan-Philipp Strobel / HA

Der Fall ähnelt einer Tat aus dem Kreis Segeberg. Dieses Mal war ein 59 Jahre alter Mann das Opfer. Was die Polizei rät.

Wedel.  Als Bankmitarbeiter getarnte Kriminelle haben einen 59 Jahre alten Wedeler um 45.000 Euro gebracht. Wie bereits am Dienstag in Henstedt-Ulzburg kam es zu dem kapitalen Betrugsfall durch eine falsche Bankmitarbeiterin.

Den Polizeiangaben nach gab der geschädigte Wedeler am Mittwoch seine Zugangsdaten im Onlinebanking seiner Hausbank ein und wurde zur Aktualisierung des Onlinebankings aufgefordert. Daraufhin gab der Geschädigte seine EC-Kartenummer ein, eine Fehlermeldung erschien und der Rückruf von einer Mitarbeiterin wurde angekündigt.

Aus Zeitmangel wollte der 59-Jährige das Gespräch zunächst beenden, doch die angebliche Bankmitarbeiterin drängte ihn, dass er sich für die Aktualisierung andernfalls an seinen Sachbearbeiter wenden müsse, den sie namentlich nannte. Also ließ sich der Angerufene auf die angebliche Aktualisierung ein. Die falsche Bankmitarbeiterin bat um die dreimalige Anwendung des TAN-Generators und fragte die angezeigten PINs ab. Damit, so die Kriminelle, sei die Aktualisierung erfolgreich abgeschlossen.

Erst hinterher wandte sich der Wedeler an seinen echten Sachbearbeiter, um das Verfahren zu hinterfragen. Dabei wurden drei unberechtigte Überweisungen über jeweils knapp 15.000 Euro festgestellt, so dass wie in Henstedt-Ulzburg ein Gesamtschaden von 45.000 Euro entstanden ist. In der Vorwoche kam es in Bad Segeberg und Pinneberg zu ähnlichen Betrugstaten.

Die Polizei rät, die Internetadresse der Bank per Hand einzugeben, um nicht über eine Suchmaschine auf eine täuschend echte gefälschte Bankseite zu geraten. Besorgte Bürger können sich an die Polizei (04101/20 20) wenden.

( nib )

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