Sterne des Sports

Duo des Elmshorner MTV holt den Publikumspreis

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Ulrich Stückler
Die Sieger Zhanna Leshchinskaya und Mehmet Karakavak (2.v.r.) und Uwe Augustin von der VR Bank in Holstein (2.v.l.) nehmen den mit 2000 Euro dotierten Publikumspreis von Thomas Weikert (r., Präsident des DOSB) und Dr. Andreas Martin (l., Vorstandsmitglied des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken/BVR)  entgegen.

Die Sieger Zhanna Leshchinskaya und Mehmet Karakavak (2.v.r.) und Uwe Augustin von der VR Bank in Holstein (2.v.l.) nehmen den mit 2000 Euro dotierten Publikumspreis von Thomas Weikert (r., Präsident des DOSB) und Dr. Andreas Martin (l., Vorstandsmitglied des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken/BVR)  entgegen.

Foto: Marius Schwarz / BVR/DOSB

Zhanna Leshchinskaya und Mehmet Karakavak vereinigen 50 Prozent der Stimmen auf sich. Das EMTV-Projekt teilt sich den 4. Platz

Elmshorn/Berlin.  Riesenjubel in Berlin und im Kreis Pinneberg. Für den Elmshorner MTV haben Zhanna Leshchinskaya und Mehmet Karakavak den mit 2000 Euro dotierten Publikumspreis des bundesweiten Ehrenamts-Wettbewerbs „Sterne des Sports“ gewonnen.

Das Duo hat sich intensiv für das Projekt „Sport spricht alle Sprachen – Integration und Inklusion beim Elmshorner MTV“ eingesetzt und nun das viertägige Onlinevoting mit 50 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Die Mitbewerber Jannik Kühlborn (36 Prozent, Sachsen) und Markus Dietrich (14 Prozent, Bayern) folgten mit deutlichem Abstand und müssen sich mit 1000 Euro und 500 Euro begnügen.

Im Gebäude der DZ Bank in Berlin, unweit des Brandenburger Tores, hat für die Ausrichter Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und die VR Banken Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein das Ergebnis unter dem großen Jubel der über zehnköpfigen schleswig-holsteinischen Delegation – mit Vertretern von EMTV, VR Bank in Holstein sowie den Kreis- und Landessportverbänden – verkündet.

Für lange Feiern war nach der Ehrung keine Zeit, schon um 10.30 Uhr ging es weiter

Doch zu lange konnten die anschließenden Feierlichkeiten der Elmshorner nicht dauern, schon tags darauf am Montag wurde es um 10.30 Uhr gleich noch einmal spannend. Dann erfolgte – ebenfalls bei der DZ Bank in Berlin – die Verkündung des Gewinners des Hauptpreises, des Goldenen Stern des Sports. Als Landessieger war der Elmshorner MTV hier ebenfalls im Rennen und hatte Chancen, den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis einzustreichen.

Der EMTV hatte bereits Orts- und Landesentscheid mit dem Projekt gewonnen, das Menschen mit Migrationsgeschichte, darunter Ukraine-Geflüchteten, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Der Verein organisiert das wöchentliche „Ukraine Treffpunkt Café“ oder „Mitternachtssport“, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene Fußball oder Basketball spielen.

Den 4. Platz im Hauptwettbewerb müssen sich die Elmshorner mit 13 Vereinen teilen

Als aber doch schon beim Aufrufen der 14 Gewinner des geteilten 4. Platzes der Name des EMTV fiel, war die Enttäuschung wohl eher bei der Fangemeinde zu Hause groß, die per Online­stream der Übertragung gefolgt ist.

Vor Ort aber wussten die Beteiligten des 2022 mitgliederstärksten (4612) Breitensportvereins im Kreis Pinneberg das Ergebnis positiv einzuordnen: „Auch wenn der erste Preis für den Goldenen Stern des Sports deutlich höher dotiert ist, so ist der Publikumspreis für uns die wichtigere Auszeichnung“, sagt Uwe Altemeier, Vizevorstand des EMTV und im Kreissportverband Pinneberg. „Im Vorfeld dieses Preises ist für unser Projekt so viel Aufmerksamkeit erzeugt worden, wie wir sie allein durch den Gewinn des Hauptpreises wohl nicht erlangt hätten.“

Und auch EMTV-Integrationslotse Mehmet Karakavak freut sich über das hohe Maß an Würdigung der Arbeit und Zeit, die Er und Zhanna Leshchinskaya mit den vielen Helfern des Projekts – zum Beispiel im Ukraine-Treff, in Turnkursen für geflüchtete Frauen oder dem Fahrrad-Repaircafé – investiert haben.

Immerhin gibt es ein Erinnerungsfoto mit dem Bundespräsidenten

Daher kann er auch über einen kleinen Wermutstropfen lächelnd hinwegsehen: „Leider war keine Möglichkeit, ein paar Worte mehr mit unserem Präsidenten zu wechseln, der war ja so umlagert. Aber immerhin haben wir ein schönes Erinnerungsfoto mit Herrn Steinmeier machen können.“

„Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Mit diesem Wettbewerb würdigt der DOSB zusammen mit den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken außerordentliches gesellschaftliches Engagement in Sportvereinen. Der Gewinner­verein des mit 10.000 Euro dotierten „Großen Stern des Sports“ in Gold 2022, der FC Internationale Berlin 1980, wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, DOSB-Präsident Thomas Weikert und BVR-Präsidentin Marija Kolak für sein Nachhaltigkeitsprogramm ausgezeichnet.

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