Fußball-Bezirksliga

Schon wieder verloren: Der VfL wird es sehr schwer haben

| Lesedauer: 4 Minuten
Wolfgang Helm
Der Luruper Bercan Ucarkus (r.) im Duell mit VfL-Spieler Ramy Mansour, der wegen einer Verletzung bereits Mitte der ersten Hälfte ausgewechselt werden musste.

Der Luruper Bercan Ucarkus (r.) im Duell mit VfL-Spieler Ramy Mansour, der wegen einer Verletzung bereits Mitte der ersten Hälfte ausgewechselt werden musste.

Foto: KBS-Picture Kalle Meincke / KBS-picture

Der Landesliga-Absteiger verlor beim Vorletzten SV Lurup mit 0:2. Es war das fünfte Spiel in Folge ohne Punktgewinn.

Pinneberg.  Als sofort nach dem Abpfiff am Vorhornweg das Flutlicht erlosch (Energie-Spaßmaßnahme), war das symbolisch für die Bezirksliga-Fußballer des VfL Pinneberg (Staffel West). Es wird mundartlich „zappenduster“ beim Landesliga-Absteiger, der zum fünften Mal in Folge punktlos blieb und nach seiner 0:2 (0:1)-Niederlage auswärts gegen den Vorletzten SV Lurup mit heiklen Aufgaben (Heidgrabener SV, SSV Rantzau II, TBS) vor der Brust schon wieder in Gefahr gerät.

„Der VfL wird es schwer haben“, vermutet Tribünengast Daniel Domingo, ehemaliger Oberliga-Coach des Wedeler TSV, der seinen Trainerjob in Lurup wegen seiner Tätigkeit als Talente-Späher des FC St. Pauli an Florian Gossow (früher TBS Pinneberg) abgetreten hatte.

Bezirksliga: Pinneberg war in der Offensive erschreckend schwach

Erschreckend harmlos wirkten die Kreisstädter in der Offensive, nachdem Ramy Mansour, immer für einen Treffer aus dem „Nichts“ gut, in der 24. Minute wegen einer Fußverletzung ausgewechselt worden war. Die Luruper hatten längst gewonnen, als die eingewechselten Bennet Zippel (86./Fernschuss) und Nils Rollwagen (90./Chance verstolpert) vorn die ersten und einzigen Akzente setzten.

Von drei Ex-VfLern im SVL-Team sorgten zwei dafür, dass die Pinneberger in der 32. Minute in Rückstand gerieten. Furkan Demir, der 2019/2020 dem Landesliga-Aufgebot der Kreisstädter angehörte, holte im Zweikampf mit Jesse Plüschau einen Elfmeter heraus, den Nikodem Skotararczak (2018 bis 2020 ein Rot-Blauer) zum 1:0 der Gastgeber verwandelte.

VfL Pinneberg: Vor allem die verletzten Lennart Zippel und Aleksandar Pavlovic wurden vermisst

„Die bevorstehende Punktspielpause wird uns guttun“, sagte Kapitän Plüschau. Mittelfeldspieler Finn Johannsen erklärt, warum. „Wir müssen dringend unseren Kopf lüften. Die unnötig verlorenen Spiele gegen den Hetlinger MTV, den SV Eidelstedt und den FC Elmshorn spuken immer noch darin herum.“

Co-Trainer Marvin Kiesewetter vermisste neben dem erkrankten Bennet Holos vor allem die verletzten Lennart Zippel und Aleksandar Pavlovic. „Ohne sie ist es auf dem Platz zu leise. Diese Feststellung soll aber keine Ausrede für die verdiente Niederlage sein.“

Bezirksliga: FC Elmshorn schafft den Sprung ins Mittelfeld

Ebenfalls 2:0 (2:0) hat der FC Elmshorn gewonnen und sich damit zunächst ins Mittelfeld abgesetzt. Adrian Vukmirovic nach einem Pfostenschuss von Dennis Altergott und Sergen Sevinc nach einem Zuspiel von Ömer Aygün führten die Entscheidung gegen den SC Egenbüttel schon im ersten Durchgang herbei.

Zusätzlich bitter für die unterlegenen Rellinger: Stürmer Kevin Nehls (Revanchefoul an Mesut Yildiz/80.) und Verteidiger Daniel Caniera – Notbremse an Aygün (90.+3) – handelten sich Rote Karten ein. Mal ganz abgesehen davon, dass Yoram Eggers (Mittelfeld), der am vergangenen Freitag operiert wurde, und Stürmer Leon Schade – kommt Ende Oktober „unters Messer“ – nach Kreuzbandrissen die gesamte Saison fehlen werden.

Im vorgezogenen Oddset-Pokalspiel der vierten Runde am Mittwoch gegen Teutonia 05 (Regionalliga Nord, Anpfiff ist um 19.30 Uhr) kann es nur darum gehen, die Niederlage möglichst im Rahmen zu halten.

Bezirksliga: SV Lieth verliert gegen TuS Osdorf II

Das ist der SV Lieth auswärts gegen den TuS Osdorf II nicht gelungen. Die erste Stunde ununterbrochen unterwegs gewann der energiegeladene Tabellenführer 6:0 (3:0). Der Klein Nordender Trainer Bo Hansen sah seine Akteure „wie die braven Lämmer zur Schlachtbank geführt“. Anfang vom Ende war die zehnte Minute, als die Vorderleute ihren Keeper Marian Rister nach dessen Faustabwehr bei einem Scharfschuss im Stich ließen. SVL-Chancen ergaben sich erst, als die Osdorfer ihr Tempo etwas drosselten.

Blau-Weiß 96 belohnte sich für eine starke Abwehrleistung mit einem 0:0 gegen den Tabellenzweiten Komet Blankenese. Drei Zähler wären es vielleicht geworden, hätte Gäste-Keeper Patrick Jobmann gleich nach der Pause nicht einen schwach getretenen Elfmeter von Weys Karimi – Foul an Fabian Arth – entschärft. Einem Torerfolg nah kam später auch der eingewechselte Bezirksliga-Debütant Lenard Peters (3. Mannschaft).


SV Lurup – VfL Pinneberg 2:0
Tore: 1:0 Skotarczak (32./FE),
2:0 Alamour (67.).


FC Elmshorn – SC Egenbüttel 2:0
Tore: 1:0 Vukmirovic (14.), 2:0 Sevinc (28.). Rote Karten: Nehls (80.), Caniera (90.+3/beide Egenbüttel).


TuS Osdorf II – SV Lieth 6:0
Tore: 1:0 Börner (10.), 2:0 Wachter (33.), 3:0 D´Agata (44.), 4:0, 5:0 Roßbach (50., 53.), 6:0 Wachter (81.).


Blau-Weiß 96 – Komet Blankenese 0:0
Tore: keine. Bes. Vork.: P. Jobmann (Komet/48.) hält FE von Karimi.

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