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Muss Trainer Jens Schmanke in den Rasensport-Kasten?

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Wolfgang Helm
Schmanke Jens Trainer (Raspo Uetersen) , Sportplatz : Rosenstadion, Rasen,

Schmanke Jens Trainer (Raspo Uetersen) , Sportplatz : Rosenstadion, Rasen,

Foto: Kalle Meincke

Bei den Uetersener Landesliga-Fußballern wird fieberhaft nach Torwart-Ersatz gesucht. Notfalllösung ist Coach Jens Schmanke.

Uetersen.  „Einen wunderschönen guten Abend.“ So eröffnet Jens Schmanke, Trainer von Schlusslicht Rasensport Uetersen in der Fußball-Landesliga, als höflicher Mensch für gewöhnlich Anrufe zu etwas späterer Stunde. Ihm selbst droht am Abend des 16. Septembers der blanke Horror. Sofern sich nicht Ersatz für Keeper Alexander Huckfeldt – Familienfeier – finden lässt, wird Schmanke auswärts gegen den Tabellenvorletzten SC Nienstedten als Torwart unter schweren sportlichen Beschuss genommen.

Schmanke kämpfte vor dem Anpfiff dieser Partie mit richtungsweisendem Charakter noch um Unterstützung aus den Reihen der Alten Herren. Alternativ ließ er sich von Torwart-Coach Marcus van Dalen schon mal zwischen den Pfosten „einarbeiten“. Der schier aussichtslosen Mission Klassenerhalt trotzt er mit (Zweck-) Optimismus: „Sönke Wucherpfennig und Günyar Efekan sind zurück, sie werden uns verstärken. Die jungen Spieler machen Fortschritte.“ Ein sportliches Wunder muss her. Sonst heißt es bald: Gute Nacht, Raspo.

SSV legt erneut Einspruch gegen ein vorläufiges Urteil nach Sperre ein

Ob der SSV Rantzau wohl ein Hotelzimmer in Hamburg-Jenfeld anmietet? Nach „Sechser“ Jannik Ruhser ist Flemming Bruns der Nächste, der sich in einer mündlichen Verhandlung dort dem Sportgericht des Hamburger Verbandes stellt. Nach Roter Karte in der Partie gegen den SC Poppenbüttel (2:1) soll der Kapitän über die automatische Sperre hinaus zwei weitere Partien pausieren. Die Barmstedter legten Einspruch gegen das vorläufige Urteil ein, in der Hoffnung auf ein besseres Ende als für Ruhser, der keine Argumente gegen sechs Partien Zwangspause vorbringen konnte. Gegen den Kummerfelder SV ist Bruns wieder an Bord und als Kenner der SSV-Fanszene auch befugt, zu bestimmen, wer aus der Anhängerschaft hinterher zu Freibier eingeladen wird und wer nicht. Die Mannschaft gibt ein 50-Liter-Fass aus, um sich und ihr Umfeld für die anschließende Party „Barmstedt dreht auf“ (Sporthalle Heederbrook) in Stimmung zu bringen. Trainer Marcus Fürstenberg beteiligt sich mit 100 Euro, nachdem ihn die Mannschaft zuletzt mit drei Siegen am Stück begeisterte, und bedauert das baldige Ausschieden von Marius Klauck aus dem Torhüter-Quartett (berufliche Veränderung).

Außenstürmer Bennet von Schassen feiert diesmal die Hochzeit eines Familienangehörigen, während die Kummerfelder auf zahlreiche Akteure (Moritz Raasch, Benjamin Struck, Mikael Großmann, Roman Doempke, Moritz Krellmann, Moritz Brandis und Dennis Münster sowie die Neuzugänge Cemil Akpinar und Maximilian Konetzny nach Freigabeverweigerung) verzichten müssen. Trainer Nils Hachmann trägt dem Rechnung, indem er David Klaas (Mittelfeld) von der Zweiten „kalt“ in seine Startelf befördert. Das ausstehende Lotto-Pokalspiel der dritten Runde beim TSV Seestermühe (Kreisklasse A) wird am Dienstag, 20. September, um 19 Uhr ausgetragen.

Zwei Urlauber stehen wieder im HR-Kader – Daniel Diaz nimmt sich frei

Bei der SV Halstenbek-Rellingen hält das Kommen und Gehen im Kader vor dem Gastspiel bei Eintracht Lokstedt an. Während Marvin Schramm und Pascal Gerber aus dem Urlaub zurückkehrten, nahm sich der zuletzt gut aufgelegte Daniel Diaz ein Wochenende frei. Trainer Heiko Barthel ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, nachdem er die Lokstedter beim 2:3 auswärts gegen Meister Niendorfer TSV II beobachtete. Der sportliche Leiter Oliver Berndt freut sich auf das Wiedersehen mit den in Lokstedt gelandeten Philipp Jacobs und Marco Müller, die er einst bei der HR-Zweiten trainierte und die 2015 als Stammkräfte zum Landesliga-Aufstieg beitrugen.

Landesliga, Hammonia-Staffel,
8. Spieltag

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