Basketball

Corona bremst den SC Rist Wedel schon wieder aus

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Frederik Büll und Ulrich Stückler
Extrem wichtig für den SC Rist: Mit seinen„Assists“ hat Jacob Hollatz schon 86 Körbe vorbereitet.

Extrem wichtig für den SC Rist: Mit seinen„Assists“ hat Jacob Hollatz schon 86 Körbe vorbereitet.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Basketball-Männer können in der 2. Bundesliga ProB nicht bei den ART Giants Düsseldorf antreten. Schuld sind die letzten Corona-Tests.

Wedel. Die Omikron-Welle hat seit den Weihnachtstagen auch die Zweitliga-Basketballer des SC Rist Wedel erwischt. Es gab und gibt Corona-Fälle sowie Testungen, ob für die Infizierten aufgrund des geboosterten Impfstatus nach sieben Tagen aufgehoben werden kann.

Das Team ist durchgeboostert. Insgesamt infizierten sich bisher fünf Spieler, aktuell waren bis Freitagnachmittag zwei Akteure positiv getestet und isoliert worden. Diese hätten sich theoretisch bei entsprechendem Ergebnis noch rechtzeitig vor dem Auswärtsspiel am Sonntag frei testen können. Es waren milde Krankheitsverläufe. Co-Trainer Asil Aydin, der als Kontaktperson eines Infizierten eine Woche in Quarantäne musste, sollte sich am Sonntagfrüh frei testen und wäre voraussichtlich beim Duell gegen die ART Giants Düsseldorf dabei gewesen.

Doch alles ist nun Makulatur. Am Sonnabendnachmittag kam die Nachricht von den Wedelern. „Aufgrund von Coronavirus-Ansteckungsfällen muss das Auswärtsspiel des SC Rist Wedel gegen Düsseldorf verschoben werden. Es findet nicht wie vorgesehen an diesem Sonntag statt. Der neue Spieltermin wird noch festgelegt“, heißt es darin knapp.

Der Sportchef ging von einem spielfähigen Kader aus

Rist-Sportchef Christoph Roquette war 24 Stunden zuvor noch optimistisch gewesen: „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir spielen werden. Laut Regeln müssen acht gesunde Feldspieler dabei sein. Es können aber natürlich auch noch bei den Düsseldorfern Corona-Fälle auftreten. Oder eben auch bei uns. Das kann ja niemand vorhersehen.“ Der Verein bemühe sich intensiv wie eh und je, Ansteckungen und Verbreitungen innerhalb des Teams zu vermeiden. Allerdings sei es – auch aufgrund der Struktur mit vielen Schülern, Studenten und Berufstätigen mit einem Leben abseits des Basketballs – nicht möglich, solche Situationen wie in einem Profi-Club zu händeln.

Am Sonnabendabend sollte der Spielkader feststehen

Omikron sucht sich auf vielen Ebenen – leider – seine Wege. „Ich vertraue jedem Spieler, der da ist. Wir glauben an uns in jeder Situation und fahren auch genauso nach Düsseldorf“, sagte Rist-Trainer Stephan Blode, ohne auch da schon genau zu wissen, wie die Besetzung seines Kaders in allen Einzelheiten aussehen sollte. In den Abendstunden dieses Sonnabends sollte die endgültige Mannschaftsstärke nach dem Abschlusstraining feststehen.

Das Spiel gegen die Giants sollte die Trendwende bringen

„Unsere Situation ist seit Weihnachten bescheiden, weil es durch die Corona-Fälle kaum mal zu einem geregelten Teamtraining kam. Schon vor dem Bernau-Spiel war es eine schwierige Woche für uns. Es wird auch gegen Düsseldorf schwierig“, sagte Sportchef Roquette noch in Annahme eines Punktspiels an diesem Sonntag. Unglücklich mit 95:98 hatte der SC Rist am 8. Januar bei den Brandenburgern verloren. Davor gab es eine ebenfalls knappe 68:70-Heimniederlage gegen Schwelm. Und auch der starke Aufsteiger Wolmirstedt besiegte Wedel (86:73). Zuletzt folgte die Absage der Heimpartie gegen Köln. Nun hat das Virus auch das nächste Kräftemessen gegen ein Team vom Rhein unterbunden.

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