Basketball

Heimsieg – SC Rist hält die Kangaroos am Boden

| Lesedauer: 4 Minuten
Frederik Büll
Martin Jelic bringt den SC Rist Wedel mit einem Dreier im Schlussviertel in Führung.

Martin Jelic bringt den SC Rist Wedel mit einem Dreier im Schlussviertel in Führung.

Foto: Frederik Büll / HA

Wedels Zweitligamänner besiegen das Spitzenteam aus Iserlohn mit 89:77. Jordan Walker und Hendrik Drescher sind die Topscorer

Wedel.  Die Zweitliga-Basketballer SC Rist setzen in der Pro B ein ordentliches Ausrufezeichen und besiegen in der Steinberghalle das Spitzenteam Iserlohn Kangaroos mit 89:77 (41:41). „Ich bin sehr, sehr stolz auf das Team, weil wir einen sehr guten Gegner besiegt haben“, sagte Rist-Coach Stephan Blode hochzufrieden nach einem aufregenden, „emotionalen“ Spiel. Die Mannschaft habe eine „tolle Teamleistung“ gezeigt. Jordan Walker erzielte 24 Punkte, Hendrik Drescher trumpfte mit 22 Zählern ebenfalls auf.

Sredojevic schränkt die Kreise von Iserlohns Tidjan Keita erfolgreich ein

Ein Sonderlob erhielt jedoch Nikola Sredojevic, der im dritten Viertel trotz erheblichen Größennachteils Gegenspieler Tidjan Keita ordentlich nervte und ihm den Schwung nahm. „Nikola ist 1,90 Meter groß und Keita 2,07 Meter. Das hat er wirklich gut gemacht“, sagte Blode. Es sind eben oft auch die Dinge, die sich nicht im Statistikbogen niederschlagen.

Nach der Halbzeit mussten sich die Fans in der Steinberghalle gedulden. Traditionell wird sich erst nach Punkten des Gastgebers hingesetzt. Iserlohn machte sechs. Wedel erst einmal keinen. Nach einer Auszeit traf dann Hendrik Drescher jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 44:47. 6:34 Minuten vor der Viertelpause verkürzte Leif Möller per Dreier auf 50:53. Kurz darauf besorgte er als „Wiederholungstäter“ das 53:54, ehe Walker mit Korbleger und Freiwurf dem SC Rist wieder eine Führung bescherte. Hendrik Drescher traf dann den dritten Rist-Dreier in Serie.

Die Freiwurfbilanz bleibt verbesserungsbedürftig

Einige Fehlwürfe an der Freiwurflinie der Wedeler verhinderten eine bessere Ausgangsposition für den Schlussabschnitt. Die erfolgreiche Freiwurfquote lag gerade einmal bei 39 Prozent. Es ging mit 64:64 in die letzten zehn Minuten. Ein Drei-Punkte-Wurf von Martin Jelic brachte den SC Rist nach zwischenzeitlichem Rückstand wieder in Führung. Hollatz sorgte mit dem 73:70 gute sechs Minuten vor dem Ende für eine Iserlohner Auszeit. Drei Freiwürfe von Linus Hoffmann brachten ein 76:72, Drescher mit Korbleger zum 80:74. Die Wedeler ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und distanzierten den Gegner sogar noch auf zwölf Zähler. Diesmal sollte es nicht ins Gewicht fallen, dass die Freiwurfquote – zwölf von 23 Versuchen waren drin – erneut nicht wirklich gut war (52 Prozent). „Es ist natürlich gut, dass wir uns 23 Freiwürfe erarbeiten, aber die sollten wir dann auch schon machen“, meinte der Rist-Headcoach.

Das Spiel beginnt mit hohem Tempo

Im ersten Viertel war es mit gutem Tempo losgegangen. 6:10 stand es aus Sicht des SC Rist, als Martin Jelic gut eineinhalb Meter vom Korb entfernt den Ball zum 8:10 einwerfen konnte. Die sollte dann allerdings für einen Zeitraum von mehr als drei Minuten der einzige Korberfolg bleiben. Die Iserlohner erzielten sieben Zähler in Serie. Jordan Walker traf dann einen Dreier. Wedel konnte ausgleichen und durch zwei erfolgreiche Freiwürfe von Leif Möller sogar mit 21:19 in Führung gehen. Dank eines Steals von Jacob Hollatz plus erfolgreichem Korbleger beendeten die „Risters“ das erste Viertel mit 23:19.

Auch im zweiten Viertel präsentierten sich Wedel giftig und bissig in Verteidigung und Angriff. Der US-Amerikaner Jordan Walker schmetterte den Ball per Dunking zum 39:31 in den gegnerischen Korb und wurde dabei sogar noch gefoult. Den Extra-Freiwurf verfehlte er. Teilweise diskutable Schiedsrichterentscheidungen führten nicht gerade zur Entspannung der allgemeinen Hektik bei. Iserlohn fand besser rein. Zur Halbzeit stand es 41:41, ehe Wedel erst dann den Grundstein legte und im vierten Abschnitt noch einmal mächtig davon zog (25:13).

Am kommenden Sonntag geht es in Stahnsdorf gegen die TKS 49ers weiter (16 Uhr).

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