Volleyball

VGE-Frauen unterliegen dem Schweriner Elitenachwuchs

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Ulrich Stückler
Britta Schümann (M.) und Kim Deutschendorf (VG Elmshorn) blocken gegen die Schwerinerin Svea Naujack.

Britta Schümann (M.) und Kim Deutschendorf (VG Elmshorn) blocken gegen die Schwerinerin Svea Naujack.

Foto: Michael Stemmer / HA

Elmshorner Regionalligateam verliert mit 0:3 gegen den SSC III. Der Gästekader ist mit Jugendnationalspielerinnen gespickt

Elmshorn/Pinneberg.  „Das war eine gute Erfahrung für uns“, sagte Michael Behrmann, nach der klaren 0:3 (23:25, 24:26, 18:25)-Heimniederlage der Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Elmshorn gegen das dritte Team des Schweriner SC. Doch der VGE-Trainer sah noch einen weiteren positiven Aspekt in dieser – nur nach der Papierform – so überraschend deutlichen Pleite gegen die zuvor zweimal sieglosen Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern. „Diese Partie war eine Lehrstunde für diejenigen unter den Beobachtern, die die Liberoposition nicht ernst nehmen. Das ist keine Nebenrolle in einem Team, das ist eine Chefposition.“

Die Liberoposition bleibt unbesetzt

Und eben diese Chefinnen haben die Elmshornerinnen in der Partie in der Boje-C.-Steffen-Halle schmerzlich vermisst. Neben der privat verhinderten Miriam Marr fehlte auch Susanne Maier. Die frisch in den Ü34-Nationalkader berufene Stamm-Libera der VGE kämpfte auf Mallorca – nahezu zeitgleich mit ihrem Team – im Finale gegen Bulgarien um den Europatitel (das Abendblatt berichtete). Das souveräne 25:12, 25:11 gab zumindest einer Elmshornerin an diesem Tag genug Grund zum Jubeln.

Den hätten die übrigen Elmshornerinnen unter gewöhnlichen Umständen an diesem Spieltag auch haben können. Aber an diesem Gegner war so gar nichts gewöhnlich, wie Michael Behrmann registrieren musste.

Ausgerechnet gegen die VGE stellen die Gäste ihr bestmögliches Team zusammen

„Ich habe mal über die vergangenen Spieltage hinweg recherchiert; die Mannschaft, gegen die wir jetzt gespielt haben, ist nicht mit den Schweriner Teams zu vergleichen, die die vorangegangenen Matches verloren haben“, sagte der VGE-Coach. „Unsere Gegnerinnen waren zwar extrem jung, fast alle aus dem Jahrgang 2006, doch leistungsmäßig war das wohl die ,Crème de la Crème‘, die das Schweriner Landesleistungszentrum hergeben kann.“

Besonders beeindruckten den Elmshorner Trainer die Schweriner Außenangreiferinnen Anna Bruns und Svea Naujack. „Die haben uns den Ball immer wieder um die Ohren gehauen“, meinte Behrmann anerkennend. „Was aber auch kein Wunder ist; die beiden und auch ihre Zuspielerin Paulina Ströh sind aktuelle U16/U18-Nationalspielerinnen.“

Gegen den nächsten Gegner haben die Elmshornerinnen nichts zu verlieren

Auch wenn Behrmann wegen einiger Umstellungen in seinem mit acht Spielerinnen sehr kleinen Aufgebot mit der gebotenen eigenen Leistung nur bedingt zufrieden sein konnte, wusste er so die Niederlage einzuordnen – auch mit dem Blick auf die kommenden Aufgaben. „Am kommenden Sonnabend spielen wir beim Tabellenführer 1. VC Norderstedt; die Mannschaft hat in dieser Zusammenstellung noch nie verloren“, sagte der Coach. „Das ist ein Spiel, in dem wir nichts zu verlieren haben und nach dem wir uns ganz auf unser eigentliches Ziel konzentrieren können. Wir wollen einen Platz unter den ersten drei Teams unserer Vorrunden-Staffel erreichen und so die Abstiegsrunde vermeiden.“

VG „HaPi“ unterliegt dem Kieler TV II mit 1:3 Sätzen

Dieses Ziel noch zu erreichen, nach der Vorrunde nicht gegen den Abstieg kämpfen zu müssen, das ist für die Drittligamänner der VG Halstenbek-Pinneberg noch lange nicht unmöglich. Doch mit ihrer 1:3 (21:25, 25:23, 23:25, 21:25)-Pleite beim Kieler TV II haben sich die Männer von Interimscoach Jan Maier ein Stück von der angestrebten Wegmarke entfernt. „Aber Jan hatte vorab richtig eingeschätzt, dass Kiel und wir auf einem Level spielen würden“, sagte Libero Christian Rieck. „In jedem Satz haben nur ein, zwei Bälle gefehlt; selbst der letzte Durchgang hat sich enger angefühlt.“

Einen frühen Bruch im Spiel der VG „HaPi“ brachte die Verletzung von Diagonalangreifer Nils Sievers, der bei 13:15 im ersten Satz ohne Fremdeinwirkung umknickte. Rieck: „Es scheint nur ein Gelenkstauchung zu sein, aber ärgerlich: Nils war aktuell sehr gut drauf.“

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