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SSV Rantzau steckt im Tief, Raspo startet mit einem Sieg

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Wolfgang Helm
2:0-Torschütze Philipp Ehlers (l., Raspo) vor dem Eidelstedter Kasten gegen Emmanuel Adjouman.

2:0-Torschütze Philipp Ehlers (l., Raspo) vor dem Eidelstedter Kasten gegen Emmanuel Adjouman.

Foto: Ha / HA

Auch beim 0:5 der Barmstedter gegen den SC Nienstedten wird Kapitän Bruns schmerzlich vermisst. Spätstarter Uetersen schlägt Inter 3:0

Barmstedt/Uetersen.  Mentalität, vorgelebt vor allem von Flemming Bruns. Das ist die Stärke des SSV Rantzau.Doch mit dem Kapitän (Bänderriss) scheint diese Eigenschaft über Bord gegangen zu sein. „Wo war denn vor der Pause unser Kampfgeist, der uns sonst auszeichnet?“, fragte Co-Trainer Tobias Thiede nach der 0:5 (0:2)-Heimniederlage gegen den SC Nienstedten.

Notwendige Umstellungen haben Fehler zur Folge

Thiede führte den Reinfall aber auch auf personelle Engpässe und die damit verbundenen Umstellungen zurück. So begann Marvin-Jay Gibau, sonst eher offensiv ausgerichtet, als rechter Verteidiger. Als Gibau später in die Innenverteidigung rückte, verschuldete er einen Foulelfmeter und so das 0:3. Die Entscheidung in dieser Partie, nachdem die Fans schon vor der Pause drei bittere Momente miterlebt hatten. Sowohl beim 0:1 als auch beim zweiten Gegentor sah Thiede die SSV-Defensive überhaupt nicht im Bilde. Zwischendurch hatte sich auch noch Nik Winter die Rote Karte eingehandelt, weil er einem Gegenspieler unglücklich in die Hacken lief. Der Schiedsrichter deutete diese Szene als „Notbremse“.

Gäste setzen in Unterzahl den Schlusspunkt

Ohne Keeper Merlic Suhn in guter Form hätte das Debakel schon vor dem Seitenwechsel seinen Lauf genommen. Als die Gäste in der Schlussphase den Körpereinsatz übertrieben, sah sich der Schiedsrichter noch zu zwei Gelb-Roten Karten veranlasst. Umso peinlicher die 90. Minute. In Unterzahl glückte Nienstedten gar das 5:0. Ratlos traten die Besucher den Heimweg an. Was war denn bloß wieder los mit ihren Lieblingen, die zuvor ein 4:0 in Altenwerder verspielt hatten?

André Pott gibt der Raspo-Abwehr die nötige Sicherheit

„Zu Potte gekommen“. André Pott wird mit dieser Formulierung leben können, nachdem der Innenverteidiger mit einer ganz starken Leistung zum 3:0 (2:0) von Rasensport Uetersen auswärts gegen Inter Eidelstedt beigetragen hatte. Dafür hätte ihm Trainer Matthias Jobmann am liebsten einen „Orden“ an das Trikot geheftet. Zudem gab’s auf dem Rasen an der Hagenbeckstraße noch ein Nico-Feuerwerk zu sehen. Erst in der 36. Minute für den verletzten Finn Krüger eingewechselt, glückte Nico Otto sogleich der Führungstreffer (38.). Mit einem Kopfball verschaffte der frühere Bezirksliga-Spieler des TuS Osdorf II zudem Philipp Ehlers freie Bahn auf dem Weg zum 2:0.

Das war die Vorentscheidung noch vor der Pause. Am Ende freute sich Matthias Jobmann über eine gelungene Rückkehr in den Punktspielbetrieb nach fast einem Jahr, auch wenn sein Team eine halbe Stunde benötigte, seinen Rhythmus zu finden.

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