Volleyball

Video-Blog geht als „Lebenszeichen“ online

| Lesedauer: 4 Minuten
Ulrich Stückler
Athletikcoach Florian Pünner (l., 51) und Cheftrainer Sven „Zylo“ Klieme (49) beenden die volleyballfreie Zeit bei der VG Halstenbek-Pinneberg mit ihrem live Video-Volleyballblog „Pünner und Zylo erklären Volleyball“. Erster Ausstrahlungstermin auf Twitch.tv ist am Sonnabend, 27. März, 18 Uhr.

Athletikcoach Florian Pünner (l., 51) und Cheftrainer Sven „Zylo“ Klieme (49) beenden die volleyballfreie Zeit bei der VG Halstenbek-Pinneberg mit ihrem live Video-Volleyballblog „Pünner und Zylo erklären Volleyball“. Erster Ausstrahlungstermin auf Twitch.tv ist am Sonnabend, 27. März, 18 Uhr.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Trainerduo der VG Halstenbek-Pinneberg produziert am Sonnabend erste Livesendung über Volleyball. Zuschauer können per Chat mitwirken

Pinneberg.  Der Titel mag ein wenig in die Irre führen, wenn Florian Pünner, Athletikcoach der Drittliga-Volleyballer der VG Halstenbek-Pinneberg, und deren Cheftrainer Sven Klieme am kommenden Sonnabend erstmals mit ihrem Videoprojekt über die Plattform Twitch auf Sendung gehen. Denn wenn es live um 18 Uhr „Pünner und Zylo erklären Volleyball“ heißt, dann geht es mitnichten um Regelkunde oder Techniktipps.

Geschichten und Geschichte zum Volleyball sind das Thema

Im weitesten Sinn wird das über viele Jahre zweitliga-erfahrene Duo eine Geschichts- beziehungsweise Geschichten-Sendung produzieren. Vor allem Geschichten. Kernaussage der ersten von noch unbestimmt vielen Folgen ist erst mal eine ganz simple: „Wir sind wieder da.“ Nach fast einem halben Jahr ohne Pflichtspiel möchte das Trainerduo seinen Sport wieder ins Augenmerk des volleyballinteressierten Publikums ziehen. „Wir möchten zeigen, dass es uns, die VG HaPi, noch gibt, dass der Verein aktiv ist“, sagt Sven Klieme, Spitzname „Zylo“.

Ein langer Blick gilt den 80er-Jahren

Im Fall Pünner & Zylo soll dies geschehen, indem das Duo aufzeigt, dass jede Volleyballregion und auch jeder Spieler, jede Spielerin irgendwie seine/ihre erzählenswerten Geschichten oder Erinnerungen haben. „Darum geht es bei uns, wir wollen anfangs zurück in die 80er-Jahre gehen. Sven und ich haben festgestellt, dass wir hier verschiedene Brückenschläge machen können“, sagt der Barmstedter Pünner.

„Wir kannten uns damals zwar noch nicht, haben aber durch den Zusammenschluss der VG HaPi und viele Gespräche festgestellt, dass damals hier in Pinneberg viel los war, zum Beispiel mit einem großen internationalen Pfingstturnier, zu dem sogar die kubanische Nationalmannschaft kam“, fährt Pünner fort.

Pünner und Klieme blicken auf die Vergangenheit und ziehen Parallelen zu heute

Des 51-Jährigen eigene Zeit als Leistungsvolleyballer hatte in den frühen 90er-Jahren bei den Barmstedt Mammuts begonnen. „Außerdem waren die 80er die große Zeit vom HSV in der Bundesliga mit vier Deutschen Meisterschaften am Stück. Da habe ich verschiedene Berührungspunkte; ich war als Jugendlicher beim Pinneberger Pfingstturnier, habe dem HSV als Fan zugejubelt, habe selber als Spieler aber nur langsam Fahrt aufgenommen. In Barmstedt wollten wir in die Regionalliga hoch, sind daran aber auseinandergebrochen. Nun haben wir in Pinneberg die Parallele, dass das erste Männerteam nach 2000 recht schnell bis in die Regionalliga aufgestiegen ist, nun in der 3. Liga spielt.“

„Mal schauen, in welche Richtung unsere Gespräche und Erinnerungen dann gehen. Vielleicht wird ja auch noch von außen etwas eingebracht, denn die Plattform Twitch ist ja interaktiv, registrierte Zuschauer können sich per Chat dann direkt in die Sendung einbringen“, ergänzt Sven „Zylo“ Klieme.

Auch Beachvolleyball wird thematisiert

Der 49-Jährige war vor seiner Ankunft im Sommer 2018 in Pinneberg von 2012 an für einige Jahre Spieler und Trainer beim 1. VC Norderstedt. „Der aufkommende Beachvolleyball in den 80er-Jahren ist aus der Zeit sicherlich auch ein größeres Thema, über das wir schnacken können.“

Aber nur „Gesabbel“, das wollen Pünner und Zylo ihren Zuschauern nun auch wieder nicht antun; „selbst­verständlich“ unterlegen die beiden ihre Themenbereiche mit Foto- und auch Filmmaterial. „Wir sind aber ein wenig enttäuscht darüber, wie schwierig es doch ist, über den HSV, obwohl die doch so groß waren in den 80ern, an für die Sendung verwertbares Videomaterial heranzukommen. Wenn es da noch private Quellen geben sollte, wären wir dankbar.“

Die „HaPi“-Männer sind bereits auf den Beachvolleyballfeldern aktiv

Unter Garantie werden Pünner und Zylo bei ihrer Premierensendung einige Zuschauer aus eigenen Reihen vor den Monitoren sitzen haben. Dabei brauchen die Aktiven der VG HaPi gar nicht mehr motiviert zu werden. Kieme: „Wir hatten schon im Lockdown Online gearbeitet; seit Anfang März können wir auch Einzeltraining in der Halle anbieten, und wir nutzen die Beachplätze am Bickbargen. Wir sind wieder da.“

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