Pferdesport

Dressurreiter aus dem Kreis dominieren die Titelkämpfe

In der abschließenden Kür genügte Ninja Rathjens auf De Nino Platz zwei für den Titelgewinn bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften Dressur von Schleswig-Holstein und Hamburg.

In der abschließenden Kür genügte Ninja Rathjens auf De Nino Platz zwei für den Titelgewinn bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften Dressur von Schleswig-Holstein und Hamburg.

Foto: Tierfotografie Huber

Bei den Landesmeisterschaften bleibt Dressur vom Springreiten getrennt. Barmstedterin Ninja Rathjens siegt vor Kathleen Kröncke (Appen)

Barmstedt/Bad Segeberg.  „Wir sind alle froh, dass es überhaupt eine Landesmeisterschaft gibt und wir hier reiten können“, sagte Ninja Rathjens und lächelte vergnügt vom Pferd herunter. Die neue Dressur-Landesmeisterin von Schleswig-Holstein/ Hamburg aus Barmstedt hatte Minuten zuvor mit Fuchswallach De Nino Gold in Bad Segeberg gewonnen – zum zweiten Mal nach 2018.

Wohl gefühlt hat sich die Dressur­elite der beiden norddeutschen Verbände auf dem großen Sandplatz in Bad Segeberg, auch wenn die Zuschauer fehlten. Diese hatten wegen der Regelungen des Infektionsschutzgesetzes keinen Zutritt zum Turniergelände. Es wurde also eine ganz andere Meisterschaft, als es die Aktiven aus den Vorjahren gewohnt waren.

Vizemeisterin Kathleen Kröncke ist vom Turnierplatz begeistert

Allerdings ein von der Sonne verwöhntes Turnier auf einem Platz, dessen Dimension internationalen Standards genügt. „Das ist schon ein tolles Stadion“, hatte auch Silbermedaillengewinnerin Kathleen Kröncke bereits am ersten Wettkampftag festgestellt. Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesport­verbandes Schleswig-Holstein, stellte mit einem Schmunzeln fest, dass „die Dressurreiter wohl auch in Zukunft gern wieder diesen Platz nutzen möchten“, auf den beim gemeinsamen Landesturnier stets die Springreiter Anspruch erheben.

Die Grand-Prix-Kür der sechs besten Paare hatte den Abschluss der Titelkämpfe gebildet – diese Prüfung gewann Kathleen Kröncke aus Appen mit Standsfield vor Ninja Rathjens. Damit schob sich die Ausbilderin noch vor Felix Kneese (Appen), der mit Dujardin nach zwei Wertungen auf dem Silberplatz gelegen hatte und am Finaltag die Bronzemedaille gewann. Gesamtvierte wurde die Pinnebergerin Paula de Boer auf Le Rouge.

Ponydressur wurde in die Landesmeisterschaften integriert

Erstmals dabei waren die Pony-Dressurreiter aus Schleswig-Holstein. Weil auch das Landesponyturnier nicht wie gewohnt stattfindet, wurde das Championat im Rahmen der Landesmeisterschaften Dressur ausgetragen. Die junge Pony-Landesmeisterin Marie Holtfreter aus Hamburg mit ihrem Dancing Daylight, Victoria Tronnier (Laboe) und Steendieks Morgenstern Dalai, sowie Cesarine von Eicken (Lütjensee) mit Tyra M wurden lautstark beklatscht und gefeiert.

Am Freitag geht es mit den Landesmeisterschaften der Springreiter weiter

Für das emsige Turnierteam des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein und die Mitarbeiter geht es gleich vom 25. bis 27. September mit den Landesmeisterschaften Springen in Bad Segeberg weiter. Dazu gab es ein aus Veranstaltersicht erfreuliches Gespräch mit den beteiligten Behörden der Stadt Bad Segeberg: Eine Anpassung der aktuellen Landesverordnung ermöglicht weiteren Personen in Bad Segeberg auf dem Landesturnierplatz live das sportliche Geschehen zu verfolgen.

Tickets gibt es ausschließlich online

500 Online-Tickets stehen pro Veranstaltungstag zur Verfügung und sind über die Verbands-Webseite buchbar. Mit dem Onlinekauf geht auch die persönliche Registrierung im Zuge der Pandemieschutzverordnung einher. Zutritt zum Landesturnierplatz können nur Besucher mit gebuchtem Online-Ticket erhalten. Parkplätze stehen nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung.

Alles Einschränkungen, die es aber wert sind: „Wenn die Chance besteht, die Anzahl der zeitgleich auf dem Gelände befindlichen Personen zu erhöhen, wollen wir das auch gern ausschöpfen“, sagte Verbands-Geschäftsführer Matthias Karstens.

www.pferdesportverband-sh.de