Hallenfussball

Fikret Yilmaz’ kleines Geheimnis um den besten Spieler

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Wurde zum besten Spieler beim 11. collatz+schwartz-Cup gewählt: Niklas Wolter (l., TuS Holstein) mit Turnierchef Fikret Yilmaz.

Wurde zum besten Spieler beim 11. collatz+schwartz-Cup gewählt: Niklas Wolter (l., TuS Holstein) mit Turnierchef Fikret Yilmaz.

Foto: KBS-Picture

Turnierleiter verteilt Sonderpreise beim 11. collatz-schwartz-Cup auch ein wenig im Sinne der Harmonie. Neue Konzept des TuS findet Zuspruch

Quickborn.  Als besten Spieler beim 11. collatz+schwartz-Cup (Sieger: Inter Türkspor Kiel) hatte er Niklas Wolter (19) aus den Reihen von Gastgeber TuS Holstein geehrt. Am Tag danach hat Turnier-Organisator Fikret Yilmaz ein Geheimnis gelüftet. „Die meisten Stimmen waren auf Dennis Bergmann vom SC Victoria gefallen, auf Niklas die zweitmeisten.“ Warum Yilmaz dennoch den Kreisliga-Stürmer zu sich bat und einen Multi-Funktionsdrucker aus dem Hause des Turniersponsors in Empfang nehmen ließ, hatte seinen Grund:
„Vor einigen Jahren hatten wir mal einen Spieler, der alles abgeräumt hat. Das gab seinerzeit böses Blut.“

Als erfolgreichster Torjäger prämiert reagierte Bergmann mit einem Lächeln, als ihn Yilmaz über das Prozedere 2020 in Kenntnis setzte. Das passte zum harmonischen Charakter des Turniers, das die drei Schiedsrichter vor eine ganz leichte Aufgabe stellte. Und überhaupt gab es keinen in der Lilli-Henoch-Halle, der Wolter den Sonderpreis nicht gönnte. Trotz einer Erkältung hatte der Nachwuchsspieler mit starken Leistungen dazu beigetragen, dass die Quickborner die Vorrunde als Gruppenzweiter überstanden. Beim 1:0 über den SV Eidelstedt erzielte er das entscheidende Tor.

Bereits vor dem Viertelfinale gaben die beteiligten Trainer und Betreuer ihre Stimmzettel bei der Turnierleitung ab. Gesundheitlich bedingt sah sich Wolter nicht mehr in der Lage, die Partie gegen den SV Rugenbergen (2:1), das Halbfinale gegen Inter Türkspor Kiel (1:6) und das Neunmeterschießen um den dritten Platz gegen TBS Pinneberg (2:3) zu bestreiten. „Er hatte alles aus sich herausgeholt“, lobte ihn Fikret Yilmaz.

Rumpfkader des SV Rugenbergen schlägt sich achtbar

Wieso der SV Rugenbergen an den Quickbornern scheiterte, ist einfach erklärt. Der Oberligist trat mit vier Kreisligaspielern und folglich einer halben „Mogelpackung“ an. „Besser so, als dass wir unserem Nachbarn kurzfristig eine Absage erteilen. Außerdem habe ich uns in Quickborn gar nicht so schlecht aufgestellt gesehen“, argumentierte Trainer Andjelko Ivanko, der parallel ebenfalls mit einem kargen Aufgebot beim Bährs-Cup in Horst triumphierte.

Jan Sterly hatte unter unfreiwilliger Mithilfe von Keeper Timo Laub das 1:0 der Bönningstedter erzielt. Niklas Kutz und Hasso Basel drehten die Partie zugunsten der Quickborner, die aber im Halbfinale gegen die Kieler aus der Oberliga Schleswig-Holstein (1:6) ebenso auf verlorenem Posten standen wie TBS Pinneberg beim 0:5 gegen den SC Victoria.

Zuvor im Viertelfinale gegen den SV Bergstedt hatten die Kreisstädter dank der Treffer von Aaron Ansong,
Jordan Traore und Rogerio Ferreia mit 4:1 gewonnen. Das 1:1 war ein Eigentor. TBS freute sich über 200 Euro für den dritten Rang, die Kieler, die den SC Victoria im Finale überraschend souverän (4:1) in die Schranken wiesen, wurden für ihre weite Anfahrt mit 500 Euro entschädigt. Über 600 Fans an zwei Tagen sorgten dafür, dass auch in der Klasse des TuS Holstein etwas hängen blieb.

Fikret Yilmaz wirkte zufrieden. „Unser neues Konzept, das Turnier zu straffen und verstärkt Teams aus der näheren Umgebung einzuladen, ist aufgegangen.“ Ein „Zugpferd“ beim nächsten Mal soll die Verbandsliga-Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg sein, die sich als Sieger des Vorturniers für die Hauptveranstaltung 2021 qualifiziert hat.

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