Pinneberg
Heidgraben

Blau-Weiß 96 stolpert über den „kleinen HSV“

Heidgrabens Dreifach- Torschütze Philippe Schümann (l.) gegen Leon Leweke (Blau-Weiß 96).

Heidgrabens Dreifach- Torschütze Philippe Schümann (l.) gegen Leon Leweke (Blau-Weiß 96).

Foto: Johannes Speckner

Bezirksliga: Wegen des 3:5 beim Heidgrabener SV können die Schenefelder Bezirksliga-Fußballer nicht an die Spitze vorrücken.

Heidgraben.  Ein dritter fröhlicher Sonntag auf Kosten von Blau-Weiß 96 bahnt sich an für die Bezirksliga-Fußballer des Heidgrabener SV. Der Schenefelder Abteilungsleiter Andreas Wilken hat dem Aufsteiger jedenfalls eine großzügige Bierprämie für einen Heimerfolg am 28. April gegen Tabellenführer Hansa 11 in Aussicht gestellt.

Im Titelkampf der Staffel West geht es möglicherweise nicht ohne Nachbarschaftshilfe, nachdem der Tabellenzweite von der Düpenau sein Gastspiel in Heidgraben erfolglos mit 3:5 (0:1) bestritten hat. Schon den ersten Vergleich mit dem kleinen HSV hatten die Blau-Weißen verloren (0:2), seitdem aber elf Mal nacheinander gesiegt. „Wir kamen mit dem Kartoffelacker nicht klar und hatten großes Pech im Abschluss.“ Das waren für Wilken neben der starken Tagesform der Gastgeber die Gründe, warum die Revanche missglückte.

Blau-Weiß-Torgarant Asmußen scheiterte zweimal am Aluminium

Nicht in den Griff zu bekommen war Torjäger Philippe Schümann, der einen von Keeper Jonathan Hohenegger an Tobias Brandt verursachten Elfmeter zum 1:0 verwandelte (42.) sowie das 4:1 (65.) und 5:2 (86.) erzielte. Zudem beteiligten sich Tobias Brandt (2:0/46.) und Dennis Lebedinski (3:1/51.) sowie die Schenefelder Rene´Müller (49., 77.) und Lennard Klages (90.+2) am Torreigen. Blau-Weiß-Torgarant Jannik Asmußen scheiterte dagegen zweimal am Aluminium. „Nach drei sieglosen Auftritten wollten wir unbedingt wieder in die Spur kommen“, sagte HSV-Trainer Ove Hinrichsen. Dass Blau-Weiß den Titel noch aus eigener Kraft verwirklichen kann, verdankte der Verfolger dem Kummerfelder SV. Beim 1:1 gegen Hansa 11 hatte Torben Hein in der 12. Minute das 1:0 erzielt, ehe der Spitzenreiter den Druck erhöhte und per Kopf nach einem Eckball noch zum Gleichstand kam (77.). Das Hansa-Team wiederum hofft, dass der KSV nun auch für die Schenefelder am 20. April zum Stolperstein wird. Darüber hinaus wartet auf Blau-Weiß aber auch noch die schwere Aufgabe am 26. April beim SV Lurup, der sich nach einem 0:2-Rückstand noch zum 3:2 (0:0) über Roland Wedel auf­gerafft hatte. Der Wedeler Trainer Philipp Obloch reagierte verwundert. „Eine Stunde lang waren wir klar besser.“ Dann aber hätte seine Mannschaft nach Torerfolgen von Yannick Kurowski (51.) und Moritz Rosemeier (61.) die Angst vor dem Gewinnen gelähmt. Die Luruper drehten die Partie mit Treffern in der 67., 77. und 85. Minute.

TBS-Kapitän kassiert in der Nachspielzeit eine Gelb-Rote Karte

Das 3:1 (0:0) des SC Pinneberg auf dem Rasen des Stadtrivalen TBS Pinneberg stand im Zeichen von TBS-Kapitän Cihard Karakas, der ein Selbsttor fabrizierte (46.), acht Minuten später den Ausgleich erzielte und sich in der Nachspielzeit wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte einhandelte. Für SCP-Coach Dirk Kahl war es nach weiteren Toren von John-Simon Reemts (68.) und Dennis Koopmann (76.) der vorerst letzte Derbysieg. Unternehmensberater Kahl hält sich aus beruflichen Gründen häufig in Süddeutschland auf und sieht sich gezwungen, sein Amt am Saisonende nach drei Jahren aufzugeben. Aufregende Szenen wie in der neunten Minute, als TBS-Keeper Safouhat Gabsi einen Foulelfmeter von Sebastian Fröhlich und auch dessen Nachschuss abwehrte, bleiben Kahl damit in nächster Zeit erspart.