Pinneberg
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SV Rugenbergen will den Abwärtstrend stoppen

Rugenbergens Steven Tegeler fehlt seit dem vierten Spieltag aufgrund eines Kreuzbandrisses.

Rugenbergens Steven Tegeler fehlt seit dem vierten Spieltag aufgrund eines Kreuzbandrisses.

Foto: FOTO: ULRICH STÜCKLER / Ulrich Stückler

Die Bönningstedter empfangen das Oberliga-Spitzenteam Teutonia 05. Abstieg des VfL Pinneberg steht bei einer Niederlage endgültig fest.

Bönningstedt. Nur angucken, nicht berühren. Ein bisschen sehnsüchtig hatte Steven Tegeler zu den Teamgefährten hinübergeblickt, die auf dem Trainingsplatz mit dem Ball jonglierten. Dann setzte der Innenverteidiger des SV Rugenbergen (24) seine Runden um den Rasen auf der Tartanbahn fort und machte noch einige Liegestütze, bevor er sich nach einer halben Stunde schon wieder in die Kabine begab.

Wann Tegeler wieder mit der Kugel arbeiten darf, steht noch in den Sternen. „Ich überstürze nichts und lasse alles auf mich zukommen“, sagte er den Mannschaftskollegen. Am vierten Spieltag war er in der Auswärtspartie beim Wedeler TSV (1:1) umgeknickt und hatte sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes eingehandelt. Es war der Beginn der Krise der Bönningstedter Oberliga-Fußballer, die sich nach vier Partien ohne Niederlage über den fünften Rang gefreut hatten, dann aber in der Tabelle wegknickten wie Tegelers linkes Knie.

Sechs Punkte Abstand sind es nur noch zum Drittletzten Wedeler TSV, dem sie am 16. April gegenübertreten. Auf einen Zähler schrumpfte der Vorsprung auf den Viertletzten HEBC, am 7. April Gast an der Ellerbeker Straße. Zunächst aber ist der Fokus auf das bevorstehende Heimtreffen gegen den Tabellendritten Teutonia 05 gerichtet. Auf der Stirn von Manager Andreas Lätsch zeichnen sich die Sorgenfalten ab. „Wir müssen punkten. Dabei darf in der Zwischenzeit die Qualität der Gegner keine Rolle mehr spielen.“

In guter schlechter Erinnerung ist noch der erste Vergleich, als der SV Rugenbergen beim 4:5 in Ottensen eine 4:2-Führung verspielte. Spätestens da hatte sich herauskristallisiert, wie hart die Mannschaft der dauerhafte Ausfall Tegelers getroffen hat. Ebenso so hoch war der Verlust von Regisseur Dennis von Bastian (Knorpelschaden), der um die Fortsetzung seiner Karriere bangt.

Aktuell stehen zudem Stürmer Moussa Mane (Fußverletzung) und Defensivspieler Kevin Beese (Magen- und Darmvirus) nicht zur Verfügung, während Torwart-Coach Dennis Schultz, der die gesamte Woche wegen einer Grippe fehlte, unbedingt neben Chef-Trainer Thomas Bohlen Platz nehmen will. „Ich werde laut werden, wenn es sein muss. So wie man mich kennt, trotz meiner Halsschmerzen, die allmählich abklingen.“ Stürmer Patrick Hoppe richtete eine Kampfansage an die Teutonen. „Wir müssen uns zerreißen und diesmal vorne eiskalt sein.“ Schritt für Schritt soll es wieder vorangehen, für Steven Tegeler und den SV Rugenbergen.

Beim VfL Pinneberg ist sich David Fock für nichts zu schade. Der frühere Ligaobmann (44) bot sich für ein neuerliches Comeback zwischen den Pfosten an, nachdem sich Keeper Timo Herrmann vor der Heimpartie gegen den FC Süderelbe wegen einer Schleimbeutelentzündung – rechter Arm in Gips gelegt – abmeldete. Fock ist die eine Alternative für Herrmann, Luca Protzek die andere Option.

Nicht mehr zur Verfügung steht Maxim Ceban. Der Stammtorwart der Hinrunde liebäugelt mit einem Wechsel zum Hetlinger MTV (Bezirksliga) und damit zum früheren VfL-Coach Patrick Bethke, der ihn schon zum jetzigen Zeitpunkt mittrainieren lässt. Ebenfalls fehlen Dominic Lemcke (Fußprellung) und Leopold Neu (Adduktorenprobleme).

Zu 99,999 Prozent bereits abgestiegen muss der VfL unumstößlich runter, wenn gegen die Neugrabener nicht der zweite Saisonsieg glückt. Es wird der zweite Pinneberger Abstieg aus der höchsten Hamburg Spielklasse nach 2008 (als Fünftletzter), als es übrigens auch den SV Rugenbergen (Drittletzter) erwischte.

HA-Tipp: 1:4.

HA-Tipp: 1:2.