Pinneberg
Handball

Drei Teams punkten vor den Derbys

Tom Schmitt ist mit acht Toren aus dem freien Spiel heraus effizientester Spieler bei den Torneschern, die ihren dritten Saisonsieg feiern.

Tom Schmitt ist mit acht Toren aus dem freien Spiel heraus effizientester Spieler bei den Torneschern, die ihren dritten Saisonsieg feiern.

Foto: FOTO: Johannes Speckner / Johannes Speckner

Oberliga-Frauen des TSV Ellerbek und TuS Esingen sowie die Tornescher Männer feiern Erfolgserlebnisse. Ellerbeker-Krise hält weiter an.

Tornesch/Ellerbek.  Sie können noch gewinnen, die Oberliga-Handballer des TuS Esingen – und sie wollen damit am kommenden Sonnabend (17 Uhr, Klaus-Groth-Halle) im Derby weitermachen. Das Momentum spricht für das Team von Coach Jonathan Karow. Die Tornescher fuhren einen souveränen 25:20 (15:9)-Heimsieg über den AMTV II ein; der mittlerweile auch arg abstiegsgefährdete TSV Ellerbek kassierte zu Hause ein 18:28 (8:11) gegen den THW Kiel II.

Im Kampf um die Vorherrschaft im Kreis Pinneberg könnte den Esingern zum Vorteil gereichen, dass sie beim erst dritten Saisonerfolg in der Lage waren, aus der Not eine Tugend zu machen.
Mit nur acht gesunden Feldspielern – Max-Lennart Albrecht meldete nach dem Aufwärmen eine Fußverletzung – wussten die Hausherren, mit ihren Kräfte gut zu haushalten. „Wir sind kaum Gegenstöße gelaufen, haben unsere
Angriffe lange ausgespielt“, beschrieb Karow die Offensivbemühungen seines Teams. Tom Schmitt (8 Feldtore) und Lennart Haas (10/5 Siebenmeter) waren hier markanteste Akteure der Tornescher. Die brachten indes durch ihre beherzte Defensivleistung – für die sich Albrecht doch noch in den Dienst der Mannschaft stellen konnte – den unverhofften Sieg in trockene Tücher.

Vom doppelten Punktgewinn hatten die Ellerbeker Männer beim 18:28 (8:11) gegen den THW Kiel II nur eine Halbzeit lang träumen dürfen. „Bitter, dass wir in der ersten Halbzeit zu viele Bälle weggeworfen haben und damit auch die Chance, mit einer Führung in die Pause zu gehen“, sagte TSV-Trainer Tobias Skerka. „Vor dem Derby müssen wir inhaltlich genau darüber sprechen, wie diese Niederlage entstanden ist. Bei Esingen holt niemand einfach nur zwei Punkte ab.“


Beide Frauenteams sammeln vor dem Derby Selbstvertrauen

„Für unsere Moral war es ein wichtiger Punktgewinn. Wir haben nie geführt
und uns doch am Ende mit einem Punkt belohnt“, sagte Esingen-Coach Michael von Thun. Die Tornescherinnen, die auf Stammkeeperin Laura Ristau (Ski-Urlaub) verzichten mussten, trennten sich in eigener Halle mit 24:24 (10:13) vom ATSV Stockelsdorf.

Die verletzte Rückraumspielerin Svenja Rix-Müller feuerte das Team von der Bank aus an und sah, wie sich der TuS auch von Fünf-Tore-Rückständen (12:17, 35.) nicht entmutigen ließ.
Gut drei Minuten vor dem Ende traf Nane Hauschildt zum 24:24-Endstand. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir nun auch im Derby ein gutes Ergebnis erzielen und vielleicht auch mal wieder zwei Punkte holen können“, hofft von Thun.

An diesem Sonntag, 15.30 Uhr, empfängt der abstiegsbedrohte Tabellenelfte (13:23) den Zehnten TSV Ellerbek (14:20) in der neuen KGST-Halle in Tornesch. Den Ellerbekerinnen, die im restlichen Saisonverlauf auf Alina Wandschneider verzichten müssen, die sich im Training einen Anriss des hinteren Kreuzbandes zugezogen hat, gelang ein 22:20 (13:9)-
Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten HSG Holstein Kiel/Kronshagen.

„Das Team ist aufgrund der vielen Ausfälle gut zusammengerückt. Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns“, sagte TSV-Trainer Ingwert Ingwertsen. Unter anderem fehlten noch Maren Sicks und Katja Brandt, die A-Jugendlichen Bente Ingwertsen, Nevin Kiel, Yalda Nieschke und Lara Sophie-Isenhagen halfen aus. Ellerbek führte schon recht komfortabel (17:12, 35.), ehe der Gegner noch einmal auf einen Treffer herankam (21:20, 59.).

Auch im Derby wird es unter anderem auf die jungen Spielerinnen ankommen. Voraussichtlich werden zwei Mannschaften aus der Oberliga absteigen, insofern wäre ein Erfolg im Derby wohl schon eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt.