Pinneberg
Basketball

SC Rist Wedel stößt Tür zum Viertelfinale auf

Osaro Jürgen Rich Igbineweka kann seine Dynamik gegen die körperlich überlegenen Schwenninger erfolgreich einsetzen und erzielt 14 Punkte. 

Osaro Jürgen Rich Igbineweka kann seine Dynamik gegen die körperlich überlegenen Schwenninger erfolgreich einsetzen und erzielt 14 Punkte. 

Foto: Foto: Ulrich Stückler / Ulrich Stückler

Pro-B-Team gewinnt erstes Play-off-Match gegen die Panthers Schwenningen mit 73:63. Am Sonnabend geht es bei den Schwarzwäldlern weiter

Wedel.  Noch fünf Sekunden sind im dritten Viertel zu spielen. Ryan Logan fasst sich für die Zweitliga-Basketballer des SC Rist ein Herz und wagt aus leicht halbrechter Position den Distanzwurf gegen die wiha Panthers Schwennigen. Der eine Sekunde später aufbrandende Jubel der über 400 Fans in der Steinberghalle könnte glauben lassen, dass die Männer von Rist-Coach Felix Banobre soeben bereits den Einzug ins Viertel­finale der Pro-B-Play-offs geschafft hätten. Dabei ist es nur im ersten von maximal drei Achtelfinals der Anschluss zum 51:53-Zwischenstand aus Sicht der Hausherren. Doch von nun an läuft die Wedeler Maschine wieder auf Hochtouren. Weitere zehn Minuten später steht der 73:63 (40:39)-Sieg des SC Rist fest.

„Ich glaube aber schon, dass der Dreier von Ryan eine Initialzündung war, die uns letzten Endes wieder Oberwasser gebracht hat“, sagte Felix Banobre. „Es war das optimale Ende eines dritten Durchgangs, der an uns vorbei lief, obwohl wir gute Schüsse genommen und uns auch gut bewegt haben.“ Dabei wäre die zwischenzeitliche Zitterpartie unnötig gewesen. Mit Spielbeginn hatten die Wedeler gezeigt, wie die Gästeabwehr auszuhebeln ist. Tempo und Dynamik waren das richtige Rezept, um die physisch klar überlegenen Gäste abzuhängen.

Doch auch die Fleißarbeit der Wedeler Trainerabteilung hatte ihr Übriges dazu beigetragen. „Nachdem wir am letzten Hauptrundentag mit Schwenningen als unserem Gegner überrascht wurden, haben wir uns intensiv neu mit Videostudium auf dieses Team vorbereitet.“, sagte Banobre. „Wir wussten, dass wir auf einen Zonenverteidigung treffen würden. Wir wussten , dass es ein Gegner ist, der eher den Erfolg in Eins-gegen-eins-Situationen sucht und dass wir ein besonders Auge auf deren produktivste Spieler Rasheed Moore und Bill Borekambi werfen müssen.“

Unterm Strich haben die Wedeler ihre so gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich umgesetzt. Dabei brachte – wie so oft im Teamsport – nicht der Angriff das entscheidende Moment. „Mich ärgert, dass wir schwach aus der Pause gekommen und ins dritte Viertel gestartet sind, es lag definitiv an uns, dass Schwenningen da zuerst die Nase vorn hatte“, sagte Point Guard Osaro Jürgen Rich Igbineweka. „Aber mit unser Abwehrarbeit haben wir alles wieder ins Lot gebracht. Die Defense hat uns das Spiel gewonnen.“

Doch Abwehr beginnt schon unterm gegnerischen Korb. Dort hatten die Wedeler nach eigenen Fehlwürfen mit 14 gegen fünf eroberten Bällen (Rebounds) klar die Lufthoheit. So bekamen die Gastgeber ein entscheidendes Plus an Wurfchancen. „Wir haben aus dem freien Spiel achtmal mehr als Schwenningen geworfen und haben uns mit 20 Versuchen 13 Freiwürfe mehr erkämpft“, bilanzierte Felix Banobre.

Für letzteren Teil zeichneten besonder Rich und Youngster Lars Kamp verantwortlich, die insgesamt 14-mal an die Freiwurflinie traten und elfmal erfolgreich waren. Zusätzlich starke Auftritte vom Malo Valérien und Aurimas Adomaitis mit Treffern im rechten Moment rundeten einen verdienten Erfolg ab, der Hoffnung auf einen weiteren Sieg am Sonnabend in Schwenningen und damit das Erreichen des Viertelfinals macht.