Pinneberg
Handball

Gegen die HG Hamburg-Barmbek hilft auch kein Trainerwechsel

Für Thore Gier (M., TuS Esingen) ist hier gegen die Barmbeker Moritz Hesse (l.) und Christoph Wischniewski Endstation.

Für Thore Gier (M., TuS Esingen) ist hier gegen die Barmbeker Moritz Hesse (l.) und Christoph Wischniewski Endstation.

Foto: Johannes Speckner

Oberligamänner des TuS Esingen verlieren nach Rückzug von Coach Bracklow auch beim Tabellenersten. TuS-Frauen erkämpfen ein 17:17

Tornesch.  Im Punktspiel eins nach Tim Bracklow, dem in der Vorwoche nach zehn Niederlagen in Folge zurückgetretenen Trainer der Oberliga-Handballer des TuS Esingen, hat sich scheinbar beim Tabellenletzten wenig geändert. Als Gast bei der HG Hamburg-Barmbek hatten die nun wieder vorübergehend von Co-Trainer Claas-Peter Schütt angeführten Tornescher am Ende des Tages mit 28:34 (13:15) das schlechtere Ende für sich.

Doch Zahlen sind nicht alles, um eine Leistung zu bewerten – zumal der erste Gegner nach dem Umbruch der von Titel- und Aufstiegsambitionen getriebene Klassenprimus war. Niemand hatte dort von den Torneschern einen Sieg verlangt hat. „Und doch haben wir in der ersten Halbzeit gut ausgesehen, haben mitgehalten; in der zweiten Hälfte fehlte ein wenig der Angriff“, sagte Claas-Peter Schütt. Der Interimscoach und zusätzlich durch administrative Aufgaben fürs Team stark ausgelastete Schütt hat für den Hinrundenabschluss am 21. Dezember gegen den VfL Bad Schwartau II sowie zwei Trainingseinheiten davor immerhin Unterstützung durch Till Krügel gewonnen. Der Ex-Coach der Saison 2017/2018: „Aber wirklich nur für diese Phase, für die Rückrunde muss der Verein eine andere Lösung finden; die Rückrunde findet auf jeden Fall ohne mich statt.“

Esinger Frauen sind mit Punktgewinn (fast) zufrieden

Derweil lässt Michael von Thun, Trainer der Esinger Oberligafrauen, keinen Zweifel an seiner guten Laune aufkommen. Schließlich hat seine Mannschaft, die er zu Saison­beginn neu übernommen hat, aus den letzten acht Punktspielen zwölf der möglichen 16 Zähler eingefahren. Aktuell schlägt ein Punktgewinn durch das 17:17 (9:9) bei der SG Bergedorf/VM zu Buche.

„Wir hätten zwar auch gewinnen können, und die Spielerinnen waren anfangs auch etwas geknickt über das Unentschieden“, sagte Michael von Thun, „man muss aber auch anerkennen, dass wir die Partie ganz leicht hätten verlieren können. Insofern bin ich zufrieden mit dem einen Punkt.“

Aber nicht nur damit. „Schließlich haben wir uns nach einer gewissen Anlaufphase in Bergedorf gut mit dem Spiel ohne Haftmittel arrangiert.“ Letztlich auch ein Resultat der guten Stimmung im Team. „Das ist ein positiver Kreislauf. Mit Erfolg steigt die Stimmung, mit guter Stimmung steigt die Trainingsbeteiligung, gutes Training bringt Erfolg“, sagt der Coach, der auf rund 45 Jahre Handball-Erfahrung zurückblickt.

Und von Thun schaut voraus auf das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr, am 16. Dezember (15.30 Uhr) zu Hause gegen den TSV Altenholz. „In die Partie legen wir nochmal alles rein. Wenn wir dann nach einem Sieg mit 14 Punkten auf dem Konto in die Ligapause gehen, bin ich mir sicher, dass wir nicht absteigen können und nehmen dann unser Saisonziel, Platz sechs, in Angriff.“

Männer, HG HH-Barmbek – TuS Esingen 34:28 (15:13). Spielverlauf: 3:0, 3:3 (10.), 6:4, 7:7 (16.), 10:10 (22.), 12:12, 15:12 (29.), 15:13 – 18:13 (34.), 22:15 (40.), 24:16 (44.), 27:28 (48.), 30:22 (54.), 32:26 (57.), 34:28.
Tore TuS Esingen: Daniel Günter (8), Thore Gier (8/1 Siebenmeter), Jannik Genz (5/3), Max-Lennart Albrecht (4), Jan-Eric Pietsch, Daniel Abel und Pascal Kühl (je 1).
Frauen, SG Bergedorf/VM – TuS Esingen 17:17 (9:9). Spielverlauf: 2:1, 3:2., 5:2 (11.), 5:4, 7:5, 7:7 (23.), 8:8, 9:9 (30.) – 11:12 (38.), 13:12 (40.), 13:14 (44.), 14:15, 16:15 (51.), 16:17 (53.), 17:17 (58.)
Tore TuS Esingen: Svenja Rix-Müller (6/4), Carina Lipp, Carina Büchel (je 4), Inga Butzmann-Schlegel, Marike Pletz, Madita Lux (je 1).