Pinneberg
Tornesch

Union setzt gegen Paloma auf Ziller

Fußball-Landesligisten müssen Ausfall vieler Stammspieler kompensieren

Tornesch. „Immer wieder Wehwehchen, Umzug, Urlaub.“ Patrick
Ziller schildert, warum er bei den Landesliga-Fußballern von Union Tornesch (Fußball-Landesliga) noch nicht richtig Fuß gefasst hat. Der frühere Regisseur des SV Rugenbergen und des FC Elmshorn sieht sich „bei vielleicht 60 Prozent“. Trainer Thorben Reibe holt ihn 100-prozentig ins Aufgebot für das Spitzenspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen Tabellenführer USC Paloma.

Zuzuschreiben ist das nicht nur dem erhöhten Trainingseinsatz des Mittelfeldspielers, den ein Achillessehnenriss aus der Bahn geworfen hatte.
Vielmehr fehlen dem Tabellenfünften immer noch oder schon wieder wichtige Akteure (Tiedemann, Zimmermann, Badermann, Dohrn, Pohlmann). Trainer Reibe musste sechsmal nacheinander als Spieler aushelfen. Damit soll Schluss sein, nachdem sich wenigstens Ziller, Jannek Laut, Jannik Swennosen und Fabian Knottnerus zurückgemeldet haben. „Endlich habe ich genügend Alternativen“, sagt Reibe. Gleichzeitig steigen die Ansprüche ans Team. „Wir müssen
gewinnen. Sonst laufen wir der Musik die nächste Zeit weit hinterher.“

Bei der SV Halstenbek-Rellingen arbeitet Trainer Heiko Barthel gegen den Blues an. Von der Elf, die damit begonnen hatte, das Feld von hinten aufzurollen, stehen am Sonntag um 14 Uhr auswärts gegen Eintracht Lokstedt Keeper Louis Vierth (Studium), Sebastian Krabbes (5. Gelbe) und Mirco Clausen (Lehrgang) sowie Frederic Ernst und Marcel Schöttke (gemeinsamer Norwegen-Urlaub) nicht zur Verfügung.

Barthel erträgt es mit einem Achselzucken. „Ich habe mich daran gewöhnt, Woche für Woche improvisieren zu müssen.“ Dass er selbst im internen Trainingsspiel zwischen die Pfosten ging, sei kein Hinweis auf den elften Spieltag. „Lieber nehme ich Marius Müller, der tief im Hamburger Osten wohnt und kaum noch mitmacht.“
Am liebsten wäre Barthel allerdings, Torwart-Coach André Pätzel würde trotz Hüftproblemen und seiner Vorbereitung auf eine Geschäftsreise nach
Indien erneut aushelfen.

Der FC Elmshorn hofft zwei Tage nach dem Pokal-Aus gegen Eintracht Norderstedt auf dringend nötige Heimpunkte gegen TuRa Harksheide. Das Wiedersehen mit den Ex-Akteuren Sebastian Meyer und Tim Weber, der beim Harksheider 1:1 gegen den Harburger TB den Ausgleich erzielte, beginnt heute um 19.30 Uhr. Der SSV Rantzau strebt in Eidelstedt den ersten Auswärtspunkt an (Sonntag, 14 Uhr). Nach starkem Kurzeinsatz in Halstenbek horcht Kapitän Flemming Bruns in sich, ob es schon für die Startelf reicht.