Pinneberg
Handball

Der starke Auftakt darf den TSV Ellerbek nicht blenden

Foto: Ulrich Stueckler / Ulrich Stückler

Oberliga-Handballer empfangen nach drei Siegen aus vier Spielen Top-Aufsteiger HSG Eider Harde. Coach Skerka hat die Qual der Wahl

Ellerbek.  Am kommenden Wochenende pausiert die gesamte Handball-Oberliga. Die gesamte Liga? Nein, in einer kleinen Gemeinde in Hamburgs Westen wollen die Männer des TSV Ellerbek alles daransetzen, ihren mit drei Siegen aus bislang vier Partien gelungenen Saisonauftakt fortzusetzen. Das Team von Trainer Tobias Skerka empfängt am Sonnabend (18.30 Uhr, Harbig-Halle, Rugenbergener Mühlenweg 1) die punktgleiche HSG Eider Harde.

Die Zielsetzung wird (noch) nicht nach oben modifiziert

Ein Match auf Augenhöhe, das für den Fall eines weiteren Erfolgs der Ellerbeker ganz leicht neue Begehrlichkeiten im Fan-Umfeld des TSV erwecken könnte. Gedanken, denen der Coach schleunigst – zumindest jetzt noch – einen Riegel vorschieben will. „Niemand sollte sagen: ,Die haben doch 6:2 Punkte, jetzt korrigieren wir unser Saisonziel nach oben’“, sagt Tobias Skerka. „Wir können sehr wohl einordnen, wie und von wem wir unsere bisherigen Punkte bekommen haben. Wir sind auf einem guten Weg, es gibt aber auch noch viel zu tun.“

Das Team zeigt, dass es Korrekturen schnell umsetzt

Ein Beleg für beide Teile von Skerkas letzter Aussage ist die 19:24-Heimpleite am zweiten Spieltag gegen die mittlerweile schlechter gestellte SG WiFT. „Gegen unsere ,Freunde‘ aus Neumünster haben wir eine nicht sehr prickelnde zweite Hälfte hingelegt“, sagt der TSV-Trainer über sein Team, das vor drei Wochen nach 15:14-Führung förmlich auseinanderbrach. „Die Partie haben wir aber gut aufgearbeitet. Danach beim 26:22-Auswärtssieg über die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve haben wir in der Abwehr taktisch gut gegen den starken Rückraum der Gastgeber agiert.“

Dass aber mit dem (24:22, 12:12) gegen das zweite Team des VfL Bad Schwartau ein Sieg folgte, der souveräner war, als es die Zahlen andeuten, will Skerka nicht als gutes Omen für die anstehende Aufgabe am Sonnabend gelten lassen. „Ohne dem VfL zu nahe treten zu wollen, aber unser Anspruch an uns selber muss einfach sein, dass wir in eigener Halle gegen Bad Schwartau gewinnen“, sagt Skerka. „Jetzt kommt aber mit Eider Harde ein wirklich extrem starker Aufsteiger zu uns.“

Beim Benennen der Gästequalitäten muss der TSV-Trainer nicht lange grübeln: „Die haben ein gutes Tempo, verfügen über starke Außen und spielen eine sehr unangenehme Abwehr“, zählt Skerka auf. „Da wundert es niemanden, dass die HSG ihr Auftaktspiel beim 25:28 gegen Titelfavorit HG Hamburg-Barmbek bis zum Schluss offen gestaltet hat. Wir sind gewarnt.“

Trainer Tobias Skerka hat personell ein Luxusproblem

Doch allzu große Vorsicht ist auch nicht angebracht. Denn zum 5. Spieltag steht Skerka vor einer für Trainer nur bedingt beneidenswerten Situation. „Nachdem nun Felix Albrecht aus dem Urlaub zurück ist, weshalb Tarek Fejry zuletzt zweimal als Abwehrchef aushelfen musste, und da wir zurzeit keine Verletzten haben, stehen mir mehr als die 14 Spieler zur Verfügung, die ich am Sonnabend in den Kader aufnehmen darf“, schildert der Ellerbeker Trainer sein aktuelles Luxusproblem.

Und auch langfristig betrachtet sieht Skerka sein Team gut aufgestellt. „Unser Angriff kombiniert schon sehr gut, auch die Abwehr steht zuverlässig. Allein am schnellen Spiel nach vorne müssen wir noch feilen, damit wir uns für unsere Ballgewinne in der Defensive auch mit Kontertoren belohnen.“