Pinneberg
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VfL bleibt weiter ohne Punkt

9. Spieltag: Pinneberger Oberliga-Fußballer unterliegen dem TuS Osdorf 1:4

Pinneberg. „Ein junges Team eben. Mehr möchte ich nicht sagen.“ Mit müdem Blick und verständlicherweise wortkarg schlich Andreas Bartel in die Kabine. Vergangene Serie war der Innenverteidiger (25) mit der zweiten Mannschaft des VfL Pinneberg aus der Landesliga abgestiegen.

Dasselbe Schicksal erwartet ihn eine Etage höher. Nach ihrer 1:4 (1:1)-Niederlage gegen den TuS Osdorf dümpeln die Pinneberger Oberliga-Fußballer auch nach dem neunten Spieltag punktlos am Tabellenende. Bartel wäre kein Kicker mit Leib und Seele, würde die Niederlagenserie spurlos an ihm vorübergehen.

Die Qualität reicht nicht für90 Minuten Oberliga-Fußball

Im Hamburger Nordwesten nichts Neues. Kraft, Konzentration, Mut und vor allem Qualität im VfL-Kader reichen nicht für 90 Minuten. Dabei setzte der Tabellenletzte diesmal doch ein spielerisches Glanzlicht. Das war in der 29. Minute, als Amin Bejaoui den Ball nach einem gestochenen Pass von Julian Haustein an der 16-Meter-Linie direkt zu Dominic Lemcke weiterleitete. In voller Fahrt umkurvte Lemcke Keeper Claus Hencke und schoss das 1:1.

Einfach schön, schön einfach. Genau so wie der „lange Ball“ von Lion Strauß zwei Minuten später. In Rechtsaußenposition steuerte Bejaoui allein auf Hencke zu. Am Ende war er zu allein und entdeckte niemanden, den er anspielen konnte. Schuss ins kurze Eck, abgewehrt, Chance verpufft. Mehr allerdings hatten die Gastgeber offensiv nicht zu bieten, während TuS-Paradestürmer Jeremy Wachter (früher Blau-Weiß 96, SV Rugenbergen) zum Schluss aufdrehte. Nach einem Eckball von rechts köpfte er das 2:1, eine Flanke von links verwertete er zum 3:1. Mit einem Flachschuss in die rechte Ecke machte Wachter seinen Hattrick binnen einer Viertelstunde perfekt, hätte aber auch sechs Treffer erzielen können.

Über eine Stunde war es ein unangenehmes Spiel für den TuS, wie von Mittelfeldspieler Felix Schlumbohm vorher befürchtet. Der letztjährige VfLer setzte entscheidende Akzente, erst als Schütze des 1:0 in der 24. Minute, als die VfL-Abwehr zum ersten Mal bei einem Eckball patzte. Dann servierte er Wachter das 3:1.

Tore: 0:1 Schlumbohm (24.), 1:1 D. Lemcke (29.), 1:2, 1:3, 1:4 Wachter (68., 81., 82.).VfL Pinneberg: Protzek – Zaman, Etling, Bartel, Krellmann – Lendo (72. Clausen) – Strauß (72. Ballner), J. Haustein, D. Lemcke (78. Matiya) – Ignatiadis.