Pinneberg
FERIENPROGRAMM

Klubs bekämpfen Langeweile in den Ferien

Vereinsvertreter der teilnehmenden Sportklubs und KSV-Mitarbeiter hoffen auf viele Anmeldungen für die Jugendsport-Kulturwochen

Vereinsvertreter der teilnehmenden Sportklubs und KSV-Mitarbeiter hoffen auf viele Anmeldungen für die Jugendsport-Kulturwochen

Foto: Burkhard Fuchs

Jugendsport-Kulturwochen mit 166 Angeboten im Oktober bei 20 Sportvereinen im Kreis Pinneberg. Erneut etwa 3200 Teilnehmer erwartet.

Pinneberg.  Zum ersten Mal sind die Herbstferien (1. bis 19. Oktober) hierzulande drei Wochen lang. Das birgt die Gefahr der Langeweile für Schüler, die nicht mit ihren Eltern verreisen können. Damit auch die Kinder und Jugendlichen, die hierbleiben werden, spannende, unterhaltsame und vor allem aktive Herbstferien erleben können, bieten wieder 20 Sportvereine im Kreis Pinneberg ein großes, buntes Programm mit insgesamt 166 Sport-, Spiel- und Freizeitaktionen im Rahmen von Sportjugend-Kulturwochen an, die der Kreissportverband Pinneberg (KSV) bereits zum 27. Mal organisiert.

„Wir sind der einzige Sportverband in Schleswig-Holstein, der das jedes Jahr macht“, sagt KSV-Geschäftsführer Karsten Tiedemann stolz. Dass der Verband damit einen Bedarf bei den Kindern und Jugendlichen abdeckt, zeige die große Teilnehmerzahl. „Voriges Jahr haben wir insgesamt 3239 Teilnehmer im Kreis Pinneberg gezählt“, berichtet Christa Nordwald, die beim KSV für die Jugendsportwochen zuständig ist.

Die Kinder und Jugendlichen könnten sich auf ein tolles Programm freuen, die Eltern sich darauf verlassen, dass ihre Kinder gut betreut und versichert sind. „Wir geben sie in gute Hände und garantieren, dass die Sicherheit hoch und der Kinderschutz gewährleistet ist“, betont Tiedemann.

Die Angebote kommen nicht nur aus dem Sportbereich

Das Programm ist so bunt und vielfältig, dass sich einige Schüler vielleicht noch überlegen werden, ob sie nicht doch lieber zu Hause bleiben sollten. Die Kinder lernen Reiten, Einrad- oder Rhönradfahren (EMTV, Elmshorner SV, Reitverein Esingen), Parcours und Freestyle-Klettern (Nandu Wedel), lernen Boxen oder Judo kennen (AC Einigkeit, Rellinger TV), spielen Tennis (TG Barmstedt), skaten, tanzen Hip-Hop (SuS Waldenau), klettern im Hochseilgarten (TSV Seestermüher Marsch, TV Haseldorf), basteln, backen Pizza (MTV Ellerhoop), übernachten in Turnhallen (TSV Holm, BW Schenefeld) und machen Ausflüge zum Heidepark Soltau (TSV Prisdorf, BMTV, Hetlinger MTV) oder ins Phänomania nach Büsum (FTSV Fortuna).

Die meisten Angebote sind kostenlos für die Teilnehmer. Nur für die Ausflüge und das Reiten nehmen die Vereine einen Teilnahmebetrag für die Fahrtkosten und das Eintrittsgeld.

Der SC Pinneberg versteht sein Angebot regelrecht als Erholungskur für die vom Schulstress geplagten Kinder. „Wir bieten Entspannung mit Klangschalen für die Kinder an, damit sie sich mal richtig entspannen und runterkommen können“, erklärt Organisatorin Birgit Priedemann vom SC Pinneberg.

Das größte und ausgefallenste Angebot bei den Jugendsportwochen macht mit dem SV Hörnerkirchen einer der kleineren Sportvereine. Dort hat sich Christopher Gramm, der seit 20 Jahren bei dem Herbstferienprogramm mitmacht, eine Spiel-Spaß-Wohlfühl-Aktion ausgedacht, das die Kinder ganz in seinen Bann ziehen dürfte.

So sollen sie hier auf Cola-Kisten klettern, blind durch den Wald laufen, Bernstein schleifen, als Detektive das Rätsel lösen, wohin der Kofferschatz verschwunden ist, „Jugger“, eine Mischung aus Fechten und Ringen, üben und spielerisch den Hallenboden ausfegen. „Bei uns ist immer die Hölle los“, verspricht Gramm.

„Für uns sind die Jugendsportkulturwochen immer das Highlight des ganzen Jahres“, erklärt Stefan König vom KSV. „Es gibt keine bessere Chance für die Vereine, die Kinder direkt zu Hause und von der Straße abzuholen, um sie mit einem sinnvollen, sportlichen Angebot zu begeistern.“ Viele Teilnehmer würden danach in die Vereine eintreten und das reguläre Sportprogramm nutzen, sofern sie dort nicht schon Mitglieder waren.

Das Programm
www.ksv-pinneberg.de