Pinneberg
Tornesch

TuS Esingen bringt Ligafavorit an den Rand der Niederlage

Tornesch. Es war nachvollziehbar, dass bei den Oberliga-Handballfrauen des TuS Esingen nach der knappen 26:27 (12:10)-Heimniederlage gegen die SG Todesfelde/Leezen nicht nur eitel Sonnenschein herrschen konnte. Aber die Spielerinnen von Trainer Michael von Thun ließen sich nach der hart
umkämpften, aber nie unfairen Partie mit insgesamt zwölf Zeitstrafen dennoch auch so manches Lächeln abringen. Warum auch nicht? Denn die Tornescherinnen, die in der Vorsaison erst auf den letzten Drücker den Klassenerhalt gesichert hatten, haben sich nun gegen einen potenziellen Titelaspiranten teuer verkauft und diesen sogar an den Rand der Niederlage gebracht.

Diese Erkenntnis ließ auch Coach von Thun ein versöhnliches Fazit ziehen. „Wenn es uns weiterhin gelingt, uns so zu präsentieren, dann bin ich für die Liga nicht bange“, sagte der Trainer, der das Esinger Team erst im Früh­sommer übernommen hat. Besonders erfreut zeigte sich der Coach darüber, wie sein Team die Ausfälle von Miriam Boldt (Gehirnerschütterung von der 22:27-Niederlage in Reinfeld) und
Carina Büchel (kurzfristig erkrankt) kompensierte. „Das haben wir extrem gut gelöst, wir haben uns Chancen ohne Ende herausgearbeitet.“

Letztlich gaben einige Fehlwürfe zu viel – darunter drei Siebenmeter – und die individuelle Stärke der Gäste den Ausschlag für eine Niederlage, die dem TuS doch Mut machen kann.

Spielverlauf: 2:0, 5:1 (7.), 6:2, 6:4 (13.), 8:6, 9:8, 11:8 (24.), 12:10 – 13:11, 13:13 (35.), 17:14 (41.), 17:17 (42.), 18:17, 18:20 (46.), 19:21, 22:21 (50.), 22:23 (52.), 23:24, 25:24 (55.), 25:27 (60.), 26:27.
Tore des TuS Esingen: Svenja Rix-Müller (9), Marike Pletz, Meike Speckin und Nane Hau­schildt (je 4), Frederike Schmidt (2), Madita Lux, Carina Lipp und Sandra Klein (je 1).